CSG Aktie: Die Richtung stimmt

Trotz eines Kursrutsches von 26 Prozent verzeichnet CSG Rekordaufträge und plant Umsatz von bis zu 7,6 Milliarden Euro.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verliert trotz voller Auftragsbücher
  • Umsatzsprung auf 6,7 Milliarden Euro
  • Analysten sehen Kurspotenzial von 90 Prozent
  • Quartalszahlen am 19. Mai erwartet

Milliardenschwere Aufträge und volle Bücher treffen auf einen einbrechenden Aktienkurs. Bei der tschechischen Rüstungsgruppe CSG klaffen operative Realität und Börsenstimmung weit auseinander. Am 19. Mai legt das frisch an die Börse gegangene Unternehmen seine ersten Quartalszahlen vor. Das Marktumfeld verlangt nach klaren Antworten.

Druck durch Friedensspekulationen

Aktionäre brauchten zuletzt starke Nerven. Allein im vergangenen Monat verlor die CSG-Aktie rund 26 Prozent an Wert. Am Freitag ging das Papier bei 18,74 Euro aus dem Handel. Damit notiert der Kurs fast die Hälfte unter seinem Jahreshoch.

Den Ausverkauf treiben Spekulationen über einen möglichen Waffenstillstand in der Ukraine. Europäische Rüstungswerte gerieten dadurch branchenweit unter Druck. Die Folge: ein massiver Stimmungsdämpfer. Operativ ändert sich für CSG allerdings wenig. Ein Ende der Kämpfe würde Aufträge lediglich von der Ukraine in Richtung der NATO-Staaten verschieben. Europäische Armeen rüsten ohnehin weiter auf.

Volle Auftragsbücher

Das operative Geschäft wächst rasant. Zuletzt kletterte der Umsatz um fast 72 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn erreichte 1,6 Milliarden Euro.

Parallel dazu füllt sich die Pipeline. Über die Tochtergesellschaft Excalibur International sicherte sich CSG kürzlich milliardenschwere Luftverteidigungsaufträge in Südostasien. Hinzu kommt ein europäischer Vertrag über Artilleriemunition. Der gesamte Auftragsbestand summiert sich mittlerweile auf 15 Milliarden Euro.

Die Ratingagenturen honorieren diese Entwicklung. Moody’s hob die Bonität der besicherten Schulden auf „Investment Grade“ an. Fitch bestätigte das Rating mit einem stabilen Ausblick. Das Management plant für das Jahr 2026 nun mit einem Umsatz von bis zu 7,6 Milliarden Euro.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz der Kursschwäche halten Branchenexperten an dem Rüstungskonzern fest. Alle neun covernden Analysten raten zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 35,40 Euro. Das entspricht fast einer Verdopplung des aktuellen Niveaus.

JPMorgan verweist zwar auf die Herausforderungen eines so schnellen Wachstums. Die Finanzlage sei aber grundsolide. Bis Ende 2026 soll die Nettoverschuldung deutlich unter die eigene Zielmarke sinken. Auch Morgan Stanley sieht in dem jüngsten Kursrutsch eher eine emotionale Marktreaktion als eine fundamentale Schwäche.

Am 19. Mai präsentiert CSG die Ergebnisse für das erste Quartal. Einmalige Kosten aus dem Börsengang drücken die unbereinigten Zahlen. Investoren blicken daher auf die bereinigten Margen. Das Management muss beweisen, dass die Produktion mit den massiven Auftragseingängen Schritt hält.

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