CSG Aktie: Morana schlägt BAE-System in Lettland

Lettland wählt Excalibur Armys Morana-System; nach einem Brand in der Slowakei erwartet CSG keine Lieferausfälle.

Die Kernpunkte:
  • Lettland entscheidet sich für Morana-Haubitzen
  • CSG-Tochter schlägt BAE-Systems-System
  • Brand im Werk ohne Verletzte
  • Gruppe erwartet keine Lieferengpässe

Erfolg im Wettbewerb gegen BAE Systems

Lettlands Ministerkabinett hat sich am 15. September für den Kauf von radgestützten Artilleriesystemen des Typs „Morana“ entschieden. Die 155-mm-Haubitzen werden von der CSG-Tochtergesellschaft Excalibur Army gefertigt.

Bei dieser Vergabeentscheidung setzte sich das System der CSG-Tochter gegen das zuvor erwogene „Archer“-System von BAE Systems Bofors durch. Zu den vereinbarten Stückzahlen und dem finanziellen Volumen machten die Behörden in Riga keine Angaben. Der Beschaffungsentscheid verschafft der Rüstungssparte von CSG eine gestärkte Position im baltischen Raum.

Fabrikbrand in der Slowakei ohne Lieferausfälle

Parallel zu diesem Erfolg verzeichnete der Konzern einen Zwischenfall in einem Produktionsbetrieb. Am 16. September brach im Werk der CSG-Beteiligung ZVS Holding im slowakischen Snina ein Feuer aus. Betroffen war der Dachbereich einer Fertigungsstätte für Großkaliber-Munitionskörper.

Das Werk wurde nach Ausbruch des Brandes evakuiert. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, brachten die Einsatzkräfte das Feuer ohne Verletzte unter Kontrolle. CSG stoppte die Fertigung an diesem Standort vorübergehend, während die Ursachenforschung weiter andauert.

Lieferengpässe für die Kundschaft befürchtet das Unternehmen dennoch nicht. Dank anderer Fertigungsstätten innerhalb der Gruppe sollen alle bestehenden Vereinbarungen eingehalten werden.

Auftragslage und Marktumfeld

Der Zuschlag in Lettland ergänzt die jüngsten Vertriebsmeldungen der Gruppe. Vor rund einem Monat sicherte sich CSG einen Munitionsliefervertrag mit der Nordic Police. Zur gleichen Zeit verbuchte das Unternehmen neue Aufträge für Spezialfahrzeuge. Um den wachsenden Bedarf zu bedienen, baut CSG zudem seit rund zwei Wochen die Produktionskapazitäten in Tschechien aus. Für die finanzielle Stabilität bürgte vor gut drei Wochen die Ratingagentur Fitch mit der Bestätigung des Ratings von BBB-.

An der Börse spiegelte sich dieser fundamentale Auftragseingang bisher nur begrenzt wider. Heute notiert die Aktie bei 15,06 Euro und verliert 0,5 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 36,05 Euro bleibt beträchtlich.

Vor rund einem Monat hatte zudem der Ausschluss aus dem MSCI Netherlands Index Druck auf den Kurs ausgeübt. Der Erfolg der Tochter Excalibur Army gegen namhafte Wettbewerber unterstreicht jedoch die technologische Konkurrenzfähigkeit der Gruppe.

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