CSG: Erholungsspielraum trotz Kursrutsche

CSG baut Alzchem-Anteil auf 20 Prozent aus, während die eigene Aktie unter Druck bleibt. Ein Analyst sieht Potenzial.

Die Kernpunkte:
  • Aufstockung bei Alzchem auf 20 Prozent
  • Eigene Aktie notiert nahe Jahrestief
  • Berenberg-Analyst sieht Erholungschancen
  • Fokus auf Munitionsaufträge aus USA

Der tschechische Rüstungskonzern CSG hat seinen Anteil am deutschen Spezialchemie- und Sprengstoffhersteller Alzchem auf über 20 Prozent ausgebaut. Eine Beteiligung, die zeigt, dass CSG strategisch denkt. Für die eigene Aktie bleibt es indes ein schwieriges Jahr.

Strategische Aufstockung

CSG stockt über die Tochter Staluna Trade auf. 9,9 Prozent der Stimmrechte hält das Unternehmen direkt, weitere 10,2 Prozent sicherte es sich über Total Return Swaps mit Barausgleich – insgesamt 20,1 Prozent. Alzchem bestätigte CSG als langfristig orientierten Investor, die operative Ausrichtung bleibe unverändert.

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Die Reaktion an den Märkten fiel gemischt aus. Alzchem legte im frühen Handel um über fünf Prozent zu. CSG selbst gab indes in Amsterdam um rund zwei Prozent auf 16,33 Euro nach.

Kurs im Tief – Analyst sieht Potenzial

Der CSG-Aktie war der Börsengang Mitte Januar 2026 bisher keine Erfolgsgeschichte. Zum Emissionspreis von 25 Euro gestartet, fiel der Kurs Anfang Mai auf ein Tief von 13,62 Euro. Das ist mehr als eine Halbierung.

Analyst George McWhirter von der Berenberg Bank bleibt zuversichtlich. Er sieht selbst mit seinem auf 30 Euro gesenkten Kursziel enormen Erholungsspielraum. Seine Argumente: Verträge mit den USA über Munition und Landsysteme sowie weitere Munitionsabschlüsse in Europa. Besonders den Ausbau der Kapazitäten bei großen Kalibern hält er für den entscheidenden Hebel für eine Neubewertung.

Ob der Markt diese Einschätzung teilt, wird sich mit den nächsten Auftragsmeldungen zeigen. Derzeit notiert CSG mit einem Abschlag von mehr als einem Drittel auf das Berenberg-Ziel.

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