CSL Aktie: Sanofi lenkt im Streit ein

CSL erzielt Kursgewinn von 25 Prozent dank Impfstoff-Einigung mit Sanofi und neuen Verträgen.

Die Kernpunkte:
  • Kursanstieg um 25 Prozent
  • Sanofi lenkt im Impfstoffstreit ein
  • Neuer Impfstoffvertrag mit Kanada
  • Hohe Abschreibungen belasten Bilanz

CSL kämpft sich zurück. Nach einem schwierigen Jahr deutet sich beim australischen Gesundheitsriesen eine nachhaltige Trendwende an. Ein Mix aus neuen Staatsverträgen und einem wichtigen juristischen Erfolg gegen die Konkurrenz treibt den Kurs nach oben.

Investoren schichten derzeit Kapital um. Während hoch bewertete Technologiewerte unter Druck geraten, rücken defensive Sektoren wie das Gesundheitswesen wieder in den Fokus. Ein neuer Vertrag zur Lieferung von Pandemie-Impfstoffen nach Kanada beschleunigt diese Entwicklung.

Die Aktie profitiert massiv von dieser Stimmungswende. Innerhalb von 30 Tagen kletterte der Kurs um rund 25 Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 76,16 Euro und liegt damit deutlich über seinem Juni-Tief bei 56,41 Euro.

Erfolg im Impfstoff-Streit

Ein langwieriger Konflikt mit dem Konkurrenten Sanofi findet ein Ende. Der französische Pharmakonzern hat sich gegenüber der EU-Kommission verpflichtet, herabsetzende Behauptungen über den CSL-Impfstoff „Fluad“ zu unterlassen. Sanofi wird stattdessen klarstellen, dass beide Konkurrenzprodukte für ältere Menschen gleichermaßen empfohlen sind.

Dies ist ein wichtiger Sieg für CSL. Das Geschäft mit Grippeschutzmitteln ist ein zentraler Ertragspfeiler. Zuletzt erwirtschaftete dieser Bereich einen Jahresumsatz von 901 Millionen Dollar.

Hohe Abschreibungen belasten

Operative Baustellen begleiten jedoch den Aufstieg. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet das Management einen Umsatz von 15,2 Milliarden Dollar. Der bereinigte Nettogewinn soll bei 3,1 Milliarden Dollar liegen.

Parallel dazu kündigte das Unternehmen massive Wertminderungen an. Rund fünf Milliarden Dollar an Abschreibungen belasten die Bilanz im Zeitraum bis 2027. Hinzu kommt ein regulatorisches Risiko in Europa, wo der Entzug der Zulassung für das Medikament „Tavneos“ droht.

Im August veröffentlicht CSL die vollständigen Jahresergebnisse. Diese Daten werden belegen, ob der Konzern seine Marktführerschaft festigen kann. Aktuell notiert die Aktie noch immer rund 50 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.

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