CSL: RSI 25.88 signalisiert extreme Überverkauftheit

Trotz operativer Erfolge in Kerngeschäften belasten Verzögerungen bei Seqirus-Abspaltung und Margendruck den CSL Aktienkurs.

Die Kernpunkte:
  • Aktie erreicht neues Mehrjahrestief
  • Seqirus-Abspaltung verzögert sich
  • Sparkurs mit Stellenstreichungen geplant
  • Rückkaufprogramm soll Kurs stützen

Starke Kernbereiche, schwacher Kurs: Bei CSL Limited klaffen operative Teilerfolge und die Stimmung der Anleger weit auseinander. Der australische Biotech-Konzern rutschte Ende April auf ein frisches Mehrjahrestief. An der deutschen Börse schloss das Papier gestern bei 76,76 Euro. Damit notiert die Aktie nur knapp über dem Jahrestief von 76,40 Euro. Seit Januar beläuft sich das Minus auf rund 22 Prozent.

Verzögerungen und Margendruck

Ein Hauptgrund für den Abverkauf ist die geplante Abspaltung der Grippeimpfstoff-Sparte Seqirus. Ursprünglich peilte das Management den Abschluss für Juni 2026 an. Aktuelle Markteinschätzungen deuten auf eine Verschiebung hin. Schwankungen im US-Impfstoffmarkt belasten die Pläne.

Das Management reagiert mit einem harten Sparkurs. CSL streicht bis zu 15 Prozent der Stellen. Parallel dazu schließt der Konzern mehrere Plasmaspendezentren. Die Kosten für die Spendergewinnung sind dauerhaft gestiegen. Das drückt massiv auf die Margen.

Diskrepanz bei der Bewertung

Unabhängige Bewertungsmodelle sehen den fairen Wert der Aktie deutlich höher. Sie bescheinigen dem Papier einen Abschlag von fast 59 Prozent zum inneren Wert. Die Kernsegmente wachsen weiter. Das Nierengeschäft legte zuletzt um 14 Prozent zu. Das Portfolio von CSL Behring verzeichnete ein Umsatzplus von sechs Prozent.

Um den Kurs zu stützen, kauft CSL eigene Aktien zurück. Bisher erwarb das Unternehmen rund 5,9 Millionen Anteilscheine. Der Verkaufsdruck institutioneller Investoren überwiegt jedoch weiterhin.

Im laufenden zweiten Quartal rückt die Erholung der Bruttomargen im Plasmageschäft in den Fokus. Das alte Ziel einer Vor-Corona-Marge von 57 Prozent hat der Vorstand bereits aufgegeben. Investoren fordern nun zumindest stabile Kosten bei der Plasmagewinnung. Eine Neubewertung der Aktie hängt von operativen Fortschritten ab. Die erfolgreiche Integration von Vifor spielt dabei eine Schlüsselrolle. Ebenso wichtig bleiben Fortschritte in der Forschung, besonders bei Eisenmangel und Nephrologie.

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