D-Wave: 1.500% Pipeline-Wachstum vor Q1-Zahlen
D-Wave veröffentlicht am 12. Mai Quartalszahlen mit erwartet schwachen Umsätzen, aber starken Buchungen. Analysten sehen Aufwärtspotenzial.

- Quartalszahlen am 12. Mai erwartet
- Buchungen als wichtiger Indikator
- Analysten sehen Kurspotenzial
- Europa-Konferenz im Juni geplant
Nvidia macht Quantencomputer effizienter — und D-Wave profitierte im April mit einem Kurssprung von über 40 Prozent. Jetzt folgt die Ernüchterung: Am Donnerstag gab die Aktie deutlich nach, und am 12. Mai stehen Quartalszahlen an, die auf dem Papier schwach aussehen.
Zahlen, die täuschen können
Wall Street erwartet für das erste Quartal 2026 rund 4,1 Millionen Dollar Umsatz und einen Verlust von 0,10 Dollar je Aktie. Im Vorjahresquartal lagen die Erlöse noch bei 15 Millionen Dollar. Das klingt nach einem Einbruch — ist aber strukturell erklärbar.
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D-Wave verkauft große Quantensysteme. Aufträge und Umsatzbuchung fallen zeitlich auseinander. Ein starkes Buchungsquartal schlägt sich erst später in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung nieder. Genau das macht die Zahlen vom 12. Mai so schwer zu lesen.
Buchungen als eigentlicher Gradmesser
Entscheidend wird sein, ob das Buchungsmomentum anhält. Im Januar überstiegen die Buchungen allein 30 Millionen Dollar. Bis Ende Februar lagen die Buchungen für das erste Quartal 2026 bereits bei über 32,8 Millionen Dollar. Das Management sprach davon, dass die bisherigen Jahresbuchungen jeden früheren Jahreswert übersteigen — bei einer Vertriebspipeline, die sich gegenüber dem Vorjahr verfünfzehnfacht haben soll.
Das Gesamtjahr 2025 lieferte einen Umsatz von 24,6 Millionen Dollar — ein Plus von 179 Prozent. Die Betriebskosten stiegen allerdings ebenfalls, auf 120,7 Millionen Dollar.
Bullish, aber mit Vorbehalt
15 von 17 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel impliziert mehr als 85 Prozent Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs von rund 22 Dollar.
Northland Capital Markets bildet eine Ausnahme. Die Bank startete die Abdeckung im April mit „Hold“ und einem Kursziel von 22 Dollar. Die Begründung ist trotzdem bemerkenswert: Northland sieht Quantencomputing als potenziellen Nachfolger klassischer KI-Infrastruktur — weil das Training großer Sprachmodelle Optimierungsprobleme erzeugt, die klassische Hardware kaum bewältigen kann.
London als Bühne für Europa
Parallel zur Earnings-Saison treibt D-Wave seine Europastrategie voran. Am 18. Juni veranstaltet das Unternehmen in London die Konferenz „Qubits Europe 2026“. Kunden, Partner und Forscher sollen dort konkrete Anwendungsfälle präsentieren — aus Großbritannien, Italien, Deutschland und Nordamerika.
Das Timing ist nicht zufällig. König Charles III. nannte Quantencomputing Ende April in seiner Rede vor dem US-Kongress als Schlüsseltechnologie für die britisch-amerikanische Zusammenarbeit. Die EU hat Quantentechnologie als strategische Priorität eingestuft. D-Wave positioniert sich in einem Markt, der politisch gerade Rückenwind bekommt.
Die Quartalszahlen am 12. Mai werden zeigen, ob aus Buchungsrekorden auch Umsatz wird — und ob der April-Optimismus eine solide Grundlage hatte.
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