D-Wave: 20-Millionen-Deal mit Florida Atlantic

D-Wave Quantum erhält 100 Mio. Dollar CHIPS-Förderung und verzeichnet einen Buchungsanstieg von 2.000 Prozent. Analysten bleiben optimistisch.

Die Kernpunkte:
  • 100 Mio. Dollar CHIPS-Förderung zugesagt
  • Buchungseingänge steigen um 2.000 Prozent
  • Umsatz bricht auf 2,86 Mio. Dollar ein
  • Analysten bestätigen Strong-Buy-Rating

Hundert Millionen Dollar aus Washington, ein Buchungsrekord von 2.000 Prozent — und eine Aktie, die innerhalb einer Woche um rund 43 Prozent nach oben schoss. D-Wave Quantum erlebt gerade eine der bemerkenswertesten Neubewertungen im Quantencomputing-Sektor.

CHIPS Act als Katalysator

Das US-Handelsministerium hat D-Wave ein verbindliches Investitionsschreiben über 100 Millionen Dollar zugesagt — finanziert über den CHIPS and Science Act. Die Struktur ist ungewöhnlich: Die Bundesregierung erhält im Gegenzug eine nicht kontrollierende Minderheitsbeteiligung am Unternehmen. Es handelt sich um einen Equity-for-Cash-Deal, der staatliches Kapital direkt in die Eigenkapitalbasis des Unternehmens lenkt.

Die Förderung ist Teil eines breiteren 2-Milliarden-Dollar-Pakets für neun Quantenunternehmen. IBM und GlobalFoundries sicherten sich die größten Einzelbeträge — dass D-Wave mit 100 Millionen dabei ist, gilt als Anerkennung seiner spezifischen Quantum-Annealing-Technologie, die sich vom Gate-Modell-Ansatz der meisten Wettbewerber unterscheidet.

Buchungen explodieren, Umsatz bricht ein

Das erste Quartal 2026 liefert ein gespaltenes Bild. Der Umsatz fiel auf 2,86 Millionen Dollar — im Vorjahresquartal waren es noch 15 Millionen. Der Nettoverlust weitete sich auf 18,36 Millionen Dollar aus.

Auf der anderen Seite der Bilanz: Die Auftragseingänge sprangen auf 33,4 Millionen Dollar, ein Plus von 2.000 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Treiber waren ein 20-Millionen-Dollar-Systemverkauf an die Florida Atlantic University sowie ein 10-Millionen-Dollar-Vertrag mit einem Fortune-100-Konzern. Die Analysten von Rosenblatt, Craig-Hallum und Jefferies halten allesamt an ihren „Strong Buy“-Einstufungen fest und sehen einen fairen Wert von 38,54 Dollar.

Technologieausbau auf zwei Spuren

Die Bundesmittel sollen gezielt in die nächste Systemgeneration fließen. D-Wave verfolgt eine Doppelstrategie: ein 100.000-Qubit-Annealing-System und ein 10.000-Qubit-Gate-Modell-System sollen parallel entwickelt werden. Neue Forschungszentren sind in Boca Raton, New Haven und Burnaby geplant.

Die Aktie schloss den Freitag bei 25,04 Euro, ein Tagesplus von gut 13 Prozent. Damit liegt der Kurs rund 57 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt — ein Zeichen, wie abrupt die Neubewertung verlief.

Momentum trifft auf Leerverkäufer

Der Quantensektor profitiert aktuell von breiter Aufmerksamkeit. Nvidia hat mit dem Open-Source-Tool „Ising“ zur Kalibrierung von Quantenprozessoren einen zusätzlichen Impuls geliefert. Allerdings liegt der Short-Interest bei D-Wave bei rund 16 Prozent des Streubesitzes — ein erheblicher Anteil, der bei anhaltender Kursstärke zu Eindeckungskäufen und damit zu weiterer Volatilität führen kann. Da die US-Märkte am Montag wegen Memorial Day geschlossen bleiben, wird sich ab Dienstag zeigen, ob die Dynamik oberhalb der 25-Dollar-Marke trägt.

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