D-Wave: 314 Prozent Wachstum bei Advantage2
D-Wave Quantum präsentiert einen Fehler-sichtbaren Simulator und sichert sich Fördergelder. Die Aktie erholt sich deutlich und verzeichnet starke Zuwächse.

- Neuer Simulator für Entwickler
- Nutzung der Systeme um 314 Prozent gestiegen
- Förderung von bis zu 100 Millionen Dollar
- Aktienkurs verdoppelt sich seit Frühjahr
D-Wave Quantum lüftet in London den Vorhang für die nächste Entwicklungsstufe. Ein neuer Simulator soll Entwicklern bisher verborgene Rechenfehler aufzeigen. Das Unternehmen schließt damit die Lücke zwischen seiner etablierten Technologie und künftigen Systemen.
Fehler als Feature
Der neue Simulator kommt im September auf den Markt und basiert auf der hauseigenen Dual-Rail-Technologie. Bisherige Entwicklungsumgebungen verstecken internes Rauschen meist. D-Wave wählt einen anderen Weg. Das Ziel: Entwickler sehen Rechenfehler künftig direkt. Dadurch lassen sich Anwendungen entwerfen, die dynamisch auf reale Prozessoren reagieren.
Zweigleisige Strategie zahlt sich aus
Der Ansatz zeigt bereits kommerzielle Erfolge. Kunden greifen deutlich häufiger auf die bestehenden Advantage2-Systeme zurück. Die Nutzung wuchs im vergangenen Geschäftsjahr um 314 Prozent. Das sichert dem Konzern stabile Einnahmen.
Parallel dazu treibt das Management die Hardware-Entwicklung voran. Nach der Integration von Quantum Circuits verfügt D-Wave über liquide Mittel von rund 884 Millionen US-Dollar. Ein weiterer Geldregen bahnt sich an. Das Unternehmen hat eine Absichtserklärung über staatliche Fördermittel unterzeichnet. Aus dem US-Chip-Gesetz winken bis zu 100 Millionen Dollar für die Fertigung supraleitender Qubits.
Starke Erholung an der Börse
An der Börse honorieren Investoren diese Fortschritte. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 21,56 Euro. Seit dem Frühjahrstief hat sich der Kurs fast verdoppelt. Allein im vergangenen Monat verzeichnete das Papier ein Plus von rund 30 Prozent.
Der Zeitplan für die kommenden Monate steht fest. Noch in diesem Jahr will D-Wave ein System mit 17 physischen Qubits ausliefern. Der erfolgreiche Start des Simulators im Herbst bildet dafür die Grundlage. Langfristig peilt der Konzern bis zum Jahr 2032 einen leistungsstarken Rechner mit 100 logischen Qubits an.
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