D-Wave: 33,4 Millionen Aufträge, 2,86 Millionen Umsatz
D-Wave Quantum verzeichnet trotz Rekordaufträgen einen massiven Umsatzeinbruch und steigende Verluste. Analysten fordern nun eine schnelle Umwandlung der Aufträge in Einnahmen.

- Aktie fällt nach Quartalszahlen um sieben Prozent
- Umsatz bricht auf 2,86 Millionen Dollar ein
- Auftragseingang erreicht Rekordwert von 33,4 Millionen
- Management vor wichtigen Investorenterminen
Rekordaufträge auf der einen Seite, ein massiver Umsatzeinbruch auf der anderen. Bei D-Wave Quantum klaffen vertragliche Zusagen und tatsächliche Einnahmen nach den jüngsten Quartalszahlen weit auseinander. Das bestraft der Markt mit deutlichen Kursverlusten und setzt das Management vor einer dichten Konferenzwoche massiv unter Druck.
Zum Wochenschluss fiel die Aktie um gut sieben Prozent auf 17,48 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust damit auf rund 27 Prozent. Die extrem hohe Schwankungsbreite des Papiers spiegelt die aktuelle Nervosität der Investoren wider.
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Auslöser für den jüngsten Abverkauf ist ein paradoxer Quartalsbericht. Der Umsatz brach im Vergleich zum Vorjahr drastisch von 15 Millionen auf nur noch 2,86 Millionen US-Dollar ein. Parallel dazu weitete sich der Nettoverlust auf 18,4 Millionen Dollar aus.
Demgegenüber steht ein beispielloser Auftragseingang. D-Wave verbuchte Neubestellungen im Wert von 33,4 Millionen Dollar. Ein 20-Millionen-Dollar-Systemverkauf an die Florida Atlantic University sowie ein zweijähriger Großauftrag treiben diese Summe.
Analysten fordern Umsetzung
Trotz des schwachen Umsatzes halten Analysten an ihren Kaufempfehlungen fest. Mizuho senkte das Kursziel zwar leicht auf 29 Dollar, während Canaccord nun 41 Dollar anpeilt. Die Experten sehen die Hauptaufgabe nun darin, den massiven Auftragsbestand zügig in wiederkehrende Einnahmen umzuwandeln.
Ein beruhigender Faktor für Investoren ist das dicke Finanzpolster. Nach der Übernahme von Quantum Circuits verfügt D-Wave über liquide Mittel von gut 588 Millionen Dollar. Das gibt dem Unternehmen Zeit, die hohen operativen Ausgaben zu decken und die Integration abzuschließen.
In der kommenden Woche muss das Management die Diskrepanz zwischen Aufträgen und Umsatz erklären. Auf der Agenda stehen drei wichtige Termine für institutionelle Investoren:
- 20. Mai: J.P. Morgan Global Technology Conference (Boston)
- 21. Mai: Canaccord Genuity Virtual Quantum Symposium
- 28. Mai: TD Cowen Technology Conference (New York)
Diese Roadshow fällt in eine politisch wichtige Phase. In den USA steht ein neues Gesetz zur Förderung von Quantentechnologie auf der Agenda, das staatliche Forschungsgelder freimachen soll. Ein positiver Beschluss könnte das Geschäft mit US-Regierungskunden erheblich ankurbeln.
Den vorläufigen Höhepunkt dieser Charmeoffensive bildet der erste Investorentag am 1. Juni an der New York Stock Exchange. Dort muss D-Wave einen klaren Fahrplan präsentieren, wie aus den aktuellen Rekordaufträgen verlässliche Quartalsumsätze werden. Gelingt das, bietet der aktuelle Kursabschlag von über 50 Prozent zum 52-Wochen-Hoch erhebliches Aufholpotenzial.
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