D-Wave: 33,4 Mio. Buchungen bei 2,9 Mio. Umsatz

D-Wave verzeichnet einen massiven Umsatzrückgang, während die Auftragsbuchungen auf ein Rekordhoch steigen. Analysten reagieren mit gemischten Kurszielen.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz bricht um 81 Prozent ein
  • Auftragseingang erreicht Rekordniveau
  • Analysten senken Kursziele leicht
  • Liquidität bleibt mit 588 Mio. Dollar stark

D-Wave Quantum liefert genau jene Mischung, die Wachstumswerte so schwer greifbar macht. Der aktuelle Umsatz enttäuscht klar, der Auftragseingang springt auf Rekordniveau. Die Aktie reagiert nervös, weil beide Signale in völlig unterschiedliche Richtungen zeigen.

Umsatz fällt, Aufträge ziehen an

Im ersten Quartal 2026 kam D-Wave nur auf knapp 2,9 Mio. Dollar Umsatz. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 81 Prozent. Die Erwartungen lagen mit gut 4,1 Mio. Dollar spürbar höher.

Beim Ergebnis sah das Bild besser aus. Der bereinigte Verlust je Aktie lag bei 0,05 Dollar. Analysten hatten mit 0,08 Dollar Verlust gerechnet. Das federt den schwachen Umsatz ab, löst das Kernproblem aber nicht.

Der eigentliche Lichtblick liegt im Neugeschäft. Die Buchungen erreichten 33,4 Mio. Dollar und lagen damit fast 2.000 Prozent über dem Vorjahreswert. Damals hatte D-Wave nur 1,6 Mio. Dollar verbucht.

Hinter dem Sprung stehen vor allem große Abschlüsse. Dazu zählen ein Systemverkauf an die Florida Atlantic University über 20 Mio. Dollar und ein QCaaS-Vertrag mit einem Fortune-100-Konzern über 10 Mio. Dollar. Genau hier liegt der Konflikt: Der Markt muss bewerten, wie schnell diese Nachfrage in Umsatz sichtbar wird.

An der Börse überwiegt kurzfristig Skepsis. Die Aktie notiert bei 17,95 Euro und verliert am Mittwoch 5,53 Prozent. Auf Monatssicht steht trotzdem ein Plus von gut 44 Prozent.

Analysten kürzen Ziele

Die Reaktion der Wall Street fällt gemischt aus. Die meisten Häuser bleiben konstruktiv, senken aber ihre Kursziele wegen der nahen Umsatzschwäche. Mizuho reduzierte das Ziel von 31 auf 29 Dollar und hält an „Outperform“ fest.

Evercore ISI ging von 42 auf 37 Dollar zurück. Die Bank stützt ihre Bewertung auf abgezinste Gewinnschätzungen für 2035.

Canaccord senkte das Ziel von 43 auf 41 Dollar. Analyst Kingsley Crane verweist auf hohe kurzfristige Schwankungen bei einem langfristigen Konzeptwert.

Needham und Cantor Fitzgerald bleiben offensiver. Beide Häuser halten an Kurszielen von 40 Dollar fest. Der Marktkonsens liegt weiter im positiven Bereich, mit einem durchschnittlichen Ziel von rund 34,80 Dollar.

Liquidität bleibt ein Pluspunkt

Finanziell hat D-Wave Spielraum. Zum Quartalsende lagen liquide Mittel und marktfähige Wertpapiere bei 588,4 Mio. Dollar. Das ist wichtig, weil die Skalierung im Quantencomputing Kapital und Geduld braucht.

Die Übernahme von Quantum Circuits für rund 250 Mio. Dollar verändert die strategische Position. D-Wave bietet nun sowohl Annealing-Systeme als auch Gate-Model-Technologie an. Damit steigt die Chance, unterschiedliche Kundenanforderungen abzudecken.

Ein Detail aus der Berichtskorrektur verdient ebenfalls Beachtung. D-Wave passte die Zahl der ausstehenden Aktien zum 11. Mai auf 367.269.074 an. Das waren 531.473 Aktien mehr als zuvor im Quartalsbericht angegeben.

Roadmap rückt näher

Operativ richtet sich der Blick auf die Technologieziele. Das Management will bis Jahresende ein System mit 17 Qubits herausbringen. Bis 2028 soll ein System mit 175 physischen Qubits folgen.

Langfristig nennt D-Wave 100 logische Qubits bis 2032 als Ziel. Das unterstreicht, wie weit der Investment Case in die Zukunft reicht.

Für das laufende Jahr rechnet D-Wave mit mehreren Systemverkäufen. Mindestens zwei Auslieferungen sind geplant. Am 1. Juni will das Unternehmen in New York weitere Details zur Kommerzialisierung und zur Integration der Gate-Model-Technologie liefern. Dann muss D-Wave vor allem erklären, wie aus Rekordbuchungen planbarer Umsatz wird.

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