D-Wave Aktie: Techniksprung
D-Wave validiert ein kryogenes On-Chip-Steuersystem, das die Skalierung von Gate-Qubits ermöglicht. Die Aktie profitiert von der Neuigkeit und zeigt ein starkes Jahresplus.

- Validierung eines skalierbaren kryogenen Steuersystems
- Aktienkurs mit rund 200 Prozent Jahresgewinn
- Umsatzverdopplung bei weiterhin hohen Verlusten
- Nächster Meilenstein ist logisches Qubit 2026
D-Wave meldet einen wichtigen Fortschritt auf dem Weg zu skalierbaren Gate-basierten Quantencomputern. Kern ist ein kryogenes On-Chip-Steuersystem, das den Anschlussaufwand für Qubits deutlich reduziert und damit ein zentrales Skalierungsproblem adressiert. Parallel sorgt der Auftritt auf der CES 2026 für zusätzliche Aufmerksamkeit an der Börse.
- Kryogenes On-Chip-Steuersystem reduziert Verkabelung für Gate-Qubits
- Validierte Nutzung bewährter Multiplexing-Technik aus Annealing-Systemen
- Aktie mit starkem Aufwärtstrend und rund 200 % Plus auf Jahressicht
- Bewertung hoch, Geschäft weiter verlustreich und spekulativ
Technischer Durchbruch bei Gate-Qubits
D-Wave hat nach eigenen Angaben eine skalierbare Lösung zur Ansteuerung von Gate-Model-Qubits validiert. Im Mittelpunkt steht ein kryogenes Steuersystem direkt auf dem Chip, das die Zahl der benötigten Leitungen für den Betrieb eines Quantenprozessors drastisch verringert.
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Bisher stieg mit der Zahl der Qubits auch der Verkabelungsaufwand – mit zusätzlicher Wärmeentwicklung und wachsender Komplexität, was die Skalierbarkeit begrenzte. D-Wave überträgt nun eine Multiplexing-Architektur, die bereits in den kommerziellen Annealing-Systemen des Unternehmens eingesetzt wird, auf Gate-basierte Architekturen. Diese Technik ermöglicht es, Tausende von Qubits über eine vergleichsweise geringe Zahl an Ein- und Ausgängen zu steuern.
Zu den zentralen technischen Eckpunkten zählen:
– Integration hochkohärenter Fluxonium-Qubits mit einem mehrlagigen Steuerchip in einem Multi-Chip-Package
– Einsatz von supraleitendem Bump-Bonding und magnetischer Feldsteuerung zur Reduktion der thermischen Last
– Bestätigung, dass eine Technologie, die in D-Waves Annealing-Systemen mehr als 5.000 Qubits mit weniger als 200 Leitungen steuert, nun auch für Gate-Model-Architekturen funktioniert
Beim Fertigungsprozess griff D-Wave auf die Expertise des NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) zurück. CEO Alan Baratz hatte diese Validierung zuvor als „ersten Schritt“ auf der Gate-Model-Roadmap des Unternehmens bezeichnet. D-Wave sieht sich damit als einziges kommerzielles Unternehmen, das eine einheitliche Fertigungsbasis sowohl für Annealing- als auch für Gate-basierte Quantencomputer nutzt.
CES-Auftritt und Kursreaktion
Die technische Meldung fällt mit D-Waves Präsenz auf der CES 2026 in Las Vegas zusammen (7.–8. Januar). Das Unternehmen stellt dort kommerzielle Anwendungen seiner Technologie vor. Vizepräsident Murray Thom hält heute um 13:00 Uhr Ortszeit eine Masterclass zu praktischen Quantenanwendungen.
An der Börse kam die Nachricht gut an. Gestern erreichte die Aktie (Ticker: QBTS) ein Intraday-Hoch von 31,53 US-Dollar und schloss bei 31,29 US-Dollar. Damit liegt die Marktkapitalisierung bei rund 10,94 Milliarden US-Dollar. Der Titel befindet sich in einem ausgeprägten Aufwärtstrend und legte in den vergangenen zwölf Monaten knapp 200 % zu – deutlich mehr als breite Technologieindizes.
Bewertung und Finanzprofil
Der Kursanstieg vollzieht sich vor dem Hintergrund eines allgemein gestiegenen Interesses am Quanten-Sektor, getrieben durch branchenweite Fortschritte. Gleichzeitig bleibt die Bewertung angesichts der aktuellen Zahlen ein Diskussionspunkt.
Im dritten Quartal 2025 erzielte D-Wave einen Umsatz von 3,7 Millionen US-Dollar. Das entsprach einer Verdopplung gegenüber den 1,9 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Die Gesellschaft meldete zudem einen Rekord-Kassenbestand von 836,2 Millionen US-Dollar. Diese Liquidität soll den parallelen Ausbau von Annealing- und Gate-Model-Systemen finanzieren.
Die Börse bewertet das Unternehmen auf Basis eines Kurs-Umsatz-Verhältnisses, das deutlich über dem Durchschnitt des S&P 500 liegt. Gleichzeitig schreibt D-Wave weiterhin Verluste: Für das dritte Quartal 2025 wurde ein Nettoverlust von 140 Millionen US-Dollar ausgewiesen, der größtenteils auf nicht zahlungswirksame Effekte aus Warrants zurückzuführen ist. Analysten von The Motley Fool verweisen darauf, dass D-Wave zwar spürbar mehr Umsatz erzielt als kleinere Wettbewerber wie Quantum Computing Inc. (QUBT), das Investment jedoch aufgrund des Wegs zur Profitabilität spekulativ bleibt.
Nächste Meilensteine
Nach der Bestätigung der skalierbaren Steuerverdrahtung rückt der nächste Punkt auf der Roadmap in den Fokus. D-Wave plant, im weiteren Verlauf des Jahres 2026 einen logischen Qubit zu demonstrieren. Ein solcher Schritt würde den Übergang von reiner physikalischer Qubit-Kontrolle hin zu fehlertoleranter Quantenverarbeitung markieren, die Voraussetzung für einen breiten kommerziellen Einsatz Gate-basierter Systeme ist.
Kurzfristig richtet sich die Aufmerksamkeit auf den heutigen Auftritt auf der CES 2026. Dort könnten neue Partnerschaften oder konkrete Kundenanwendungen zusätzliche Impulse für die weitere Kursentwicklung liefern.
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