D-Wave Aktie: Unter Druck
Der Quantencomputing-Spezialist D-Wave kündigt strategische Verlagerung des Hauptsitzes und neue Großaufträge an, während die Aktie in einem schwachen Marktumfeld unter Druck gerät.

- Verlegung des globalen Hauptsitzes nach Florida bis 2026
- Neue Verträge im Gesamtwert von rund 30 Millionen Dollar
- Aktienkurs verzeichnet deutlichen Verlust trotz positiver Meldungen
- Analysten halten an optimistischen Kurszielen fest
D-Wave liefert gleich zwei handfeste Nachrichten: Der Quanten-Spezialist verlegt seine Zentrale nach Florida und meldet neue Verträge im Volumen von rund 30 Millionen Dollar. Trotzdem ging es gestern spürbar abwärts – mitten in einem risk-off Tag für Tech-Werte. Wie passt das zusammen?
Wichtige Punkte auf einen Blick:
– Schlusskurs gestern: 23,26 US-Dollar (minus 6,8%)
– Umzug des globalen Headquarters nach Boca Raton (Florida) bis Ende 2026 geplant
– Neue kommerzielle Vereinbarungen: insgesamt rund 30 Mio. US-Dollar
– Analysten-Kursziele: 48 US-Dollar (Needham) und 40 US-Dollar (Roth MKM)
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?
Kursreaktion und Analystenblick
Am Donnerstag stand der gesamte Bereich Quantencomputing unter Verkaufsdruck. Auch Wettbewerber wie IonQ gaben nach. In diesem Umfeld halfen selbst positive Unternehmensmeldungen kurzfristig nicht – der Titel schloss trotz der Neuigkeiten im Minus.
Auf Analystenseite blieb der Ton dagegen überwiegend konstruktiv. Needham bestätigte gestern das Rating „Buy“ und ein Kursziel von 48 US-Dollar. Roth MKM hielt ebenfalls an „Buy“ fest und nannte 40 US-Dollar als Zielmarke. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass die Einschätzungen auseinandergehen: Laut automatisiertem TipRanks-Tracking wurde der Wert am Mittwoch auf „Hold“ abgestuft.
Umzug nach Florida – und 30 Millionen Dollar neue Deals
Kern der aktuellen Unternehmensnews ist die strategische Expansion in Florida. D-Wave will den globalen Hauptsitz von Palo Alto (Kalifornien) an den Boca Raton Innovation Campus (BRiC) verlegen. Geplant ist außerdem ein neues US-Forschungs- und Entwicklungszentrum. Der Umzug soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
Parallel dazu meldete das Unternehmen zwei größere Vereinbarungen mit zusammen rund 30 Millionen US-Dollar:
– Florida Atlantic University (FAU): 20 Mio. US-Dollar für Kauf und Installation eines Advantage2™ Annealing-Quantum-Systems.
– Fortune-100-Kunde: 10 Mio. US-Dollar über zwei Jahre für „Quantum Computing as a Service“ (QCaaS). Der Vertrag umfasst den Einsatz hybrider Quantentechnologien im Unternehmenseinsatz.
Zahlenlage und Insiderverkäufe
Anleger stellen diese Verträge nun den jüngsten Finanzdaten gegenüber. Im dritten Quartal (bis 30. September 2025) meldete D-Wave einen Umsatz von 3,74 Mio. US-Dollar – ein Plus von 105,6% gegenüber dem Vorjahresquartal. Gleichzeitig blieb das Unternehmen klar defizitär: Der GAAP-Nettoverlust lag im selben Quartal bei rund 140 Mio. US-Dollar.
Zusätzlich fielen zuletzt Insider-Transaktionen auf. Laut Meldungen verkaufte Director Kirstjen Nielsen im Dezember 7.000 Aktien. CFO John M. Markovich trennte sich Mitte Januar von mehr als 9.000 Aktien.
Bis Ende 2026 stehen damit zwei Dinge im Vordergrund: die praktische Umsetzung des Umzugs nach Florida und die Frage, wie schnell die neu gemeldeten Verträge tatsächlich als Umsatz sichtbar werden.
D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 30. Januar liefert die Antwort:
Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




