D-Wave: CEO Baratz verkauft 18 Millionen Dollar

CEO und Finanzchef von D-Wave stoßen nach Kursrally Aktien im Wert von über 19 Millionen Dollar ab. Analysten bleiben trotzdem optimistisch.

Die Kernpunkte:
  • CEO Alan Baratz verkauft Aktien für 18 Millionen Dollar
  • Finanzchef folgt mit Verkäufen von 1,3 Millionen Dollar
  • Insider-Deals folgen auf staatliche Förderankündigung
  • Analysten sehen Kaufsignal trotz Millionenverkäufen

Die Kurse erholen sich, aber die Führungsebene macht Kasse. Bei D-Wave Quantum stoßen Top-Manager massiv eigene Papiere ab. Das weckt unweigerlich Misstrauen bei Privatanlegern. Die Aktie reagiert am Montag trotzdem mit einem Kursplus.

Vor einer Woche trennte sich CEO Alan Baratz von einem riesigen Aktienpaket. Er verkaufte Papiere im Wert von knapp 18 Millionen US-Dollar. Zuvor hatte er günstige Optionen ausgeübt.

Offiziell dient der Verkauf der persönlichen Finanzplanung. Eine Änderung der Firmenstrategie steckt demnach nicht dahinter. Baratz behält immerhin noch rund 3,3 Millionen Aktien. Sein direkter Anteil sinkt durch den Deal um gut 17 Prozent.

Kasse machen nach dem Geldregen

Der Finanzchef zieht mit. John Markovich veräußerte in der vergangenen Woche Aktien für rund 1,3 Millionen Dollar. Bereits Ende Mai hatte er Papiere für über neun Millionen Dollar abgestoßen.

Ein Blick auf den Kalender liefert Kontext. Am 21. Mai kündigte die US-Regierung milliardenschwere Fördergelder für Quantencomputer an. Die Folge: Die Kurse stiegen branchenweit rasant an. Die Manager nutzten diese Stärke offenbar gezielt für Gewinnmitnahmen.

Analysten bleiben entspannt

Trotz der Millionenverkäufe bricht keine Panik aus. Die Wall Street ignoriert die Insider-Deals weitgehend. Analysten vergeben mehrheitlich ein klares Kaufsignal. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei gut 36 Dollar.

Die Begründung der Experten ist simpel. D-Wave hat über 360 Millionen Aktien im Umlauf. Die verkauften Manager-Pakete fallen bei dieser Menge kaum ins Gewicht.

Auch die Börse reagiert gelassen. Das Papier klettert heute um 5,35 Prozent auf 21,28 Euro. Auf Monatssicht steht dank der Förderfantasie ein sattes Plus auf der Anzeigetafel.

Dennoch bleibt die Aktie hochvolatil. Vom 52-Wochen-Hoch bei 38,48 Euro ist der Wert weit entfernt. Seit Jahresbeginn verbuchen Anleger ein zweistelliges Minus.

Wichtiger Termin in London

Der Blick richtet sich nun nach vorn. Am 18. Juni lädt das Unternehmen zur Nutzerkonferenz nach London ein. Dort präsentiert D-Wave neue Anwendungen und Partnerschaften im Bereich der Quanten-KI.

Das Event liefert einen handfesten Prüfstein. Das Management muss beweisen, dass sich staatliche Förderungen in echte Umsätze verwandeln lassen. Liefert D-Wave hier konkrete Fortschritte, rücken die Insider-Verkäufe schnell in den Hintergrund.

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