D-Wave: Q1-Zahlen am 12. Mai nach 1.500-Prozent-Pipeline

Quantencomputerspezialist D-Wave veröffentlicht Quartalszahlen. Analysten sehen trotz erwarteter Verluste und Umsatzrückgang Potenzial.

Die Kernpunkte:
  • Quartalszahlen am 12. Mai erwartet
  • Analysten rechnen mit höheren Verlusten
  • Umsatzprognose unter Vorjahresniveau
  • Auftragseingang als entscheidender Indikator

D-Wave steht vor einem Test, der über mehr entscheidet als ein weiteres Quartalsergebnis. Der Quantencomputer-Spezialist veröffentlicht am Dienstag, 12. Mai, vor US-Börsenstart seine Zahlen. Direkt danach folgt eine Telefonkonferenz um 8:00 Uhr Ostküstenzeit.

Verlust wächst, Umsatz fällt

Die Erwartungen sind hart. Analysten rechnen mit einem Verlust je Aktie zwischen 0,08 und 0,10 Dollar. Ein Jahr zuvor hatte das Minus bei 0,02 Dollar gelegen.

Das ist kein kleines Detail. D-Wave muss zeigen, dass der Weg zur Kommerzialisierung nicht nur über Ankündigungen läuft. Gerade bei jungen Quantenfirmen zählt, wie schnell Aufträge zu echtem Umsatz werden.

Beim Umsatz liegt die Spanne der Prognosen zwischen gut 4 und 5 Millionen Dollar. Im Vorjahresquartal waren es 15 Millionen Dollar. Damals half ein großer Erstauftrag für Hochleistungsrechner, der die Erlöse deutlich nach oben zog.

Solche Systeme brauchen oft mehrere Quartale, bis Installation und Umsatzverbuchung durch sind. Genau das macht die kurzfristige Entwicklung schwer lesbar. Ein schwaches Quartal kann daher auch Timing-Effekte enthalten.

Auftragsboom trifft auf Geduldsprobe

Die spannendere Ebene liegt im Auftragseingang. D-Wave hatte in der letzten Telefonkonferenz erklärt, dass die Buchungen im Januar bereits das gesamte Vorjahr übertroffen hätten. Zum Start ins laufende Jahr lag die Vertriebspipeline rund 1.500 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Das klingt stark. Es löst aber noch nicht das Kernproblem. Die Börse will sehen, ob aus dieser Pipeline planbare Erlöse entstehen und wie viel Geld D-Wave auf dem Weg dorthin verbrennt.

Die Branche steht an einem Übergang. Quantencomputer verlassen langsam die reine Forschungsecke und sollen in kommerziellen Anwendungen ihren Nutzen zeigen. Für D-Wave ist das eine Chance, aber auch ein enger Zeitplan.

Strategisch setzt das Unternehmen auf zwei Plattformen: Annealing-Systeme und Gate-Model-Quantencomputer. Damit will D-Wave hybride Abläufe bedienen, bei denen klassische Rechner und Quantensysteme zusammenarbeiten. Die Bruttomarge von 82,6 Prozent zeigt, dass das Modell bei Umsatzvolumen attraktiv sein kann.

Analysten bleiben geduldig

Trotz der schwachen Quartalserwartungen bleibt die Analystenseite optimistisch. 14 von 16 Wall-Street-Analysten stufen die Aktie mit „Kaufen“ ein. Das durchschnittliche Kursziel signalisiert ein Aufwärtspotenzial von 63,5 Prozent gegenüber dem jüngsten Niveau.

Diese Zuversicht hängt stark an den kommerziellen Aufträgen. Wenn D-Wave mehr Deals meldet und den Cash Burn eingrenzt, kann der Markt die Umsatzdelle eher verzeihen. Ohne Fortschritte bei der Umsetzung wird der hohe Auftragsbestand schwerer zu bewerten.

Am Dienstag zählt daher vor allem der Ausblick. Das Management muss erklären, wie schnell Aufträge zu Umsatz werden, wie hoch der Cash Burn bleibt und ob neue Deals die Umsatzbasis verbreitern. Liefert D-Wave hier konkrete Fortschritte, rückt die schwache Quartalsprognose in den Hintergrund.

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