D-Wave: Q1-Zahlen am Dienstag nach 30-Millionen-Januar
Der Quantencomputer-Spezialist präsentiert seine Q1-Zahlen. Analysten erwarten einen Umsatzrückgang, während das Unternehmen einen Strategiewechsel und neue Technologien vorantreibt.

- Quartalsumsatz von 4,1 Millionen Dollar erwartet
- Großaufträge aus Januar noch nicht verbucht
- Kursziel der Analysten liegt bei 32 Dollar
- Strategischer Umbau und neue Gate-Model-Technologie
Im Januar verbuchte D-Wave Quantum noch millionenschwere Großaufträge. Am Dienstag legt der Quantencomputer-Spezialist nun seine Zahlen für das erste Quartal vor. Die Erwartungen der Wall Street fallen überraschend gedämpft aus. Das dürfte spannend werden, denn bei dem Technologieunternehmen klaffen Auftragseingang und verbuchter Umsatz oft weit auseinander.
Analysten rechnen im Schnitt mit einem Quartalsumsatz von rund 4,1 Millionen US-Dollar. Beim Gewinn je Aktie wird ein Verlust von 10 US-Cent erwartet. Beide Werte liegen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der Grund für diese Schwankungen liegt im Geschäftsmodell. Der Verkauf großer Quantencomputer verläuft unregelmäßig. Ein Abschluss im ersten Quartal fließt oft erst Monate später bei der Auslieferung in die Bilanz ein.
Im Fokus der Anleger stehen daher die jüngsten Auftragseingänge. Allein im Januar sicherte sich D-Wave Buchungen im Wert von über 30 Millionen Dollar. Darunter befindet sich ein umfangreicher Systemverkauf sowie ein Cloud-Vertrag mit einem Fortune-100-Unternehmen. Die anstehende Telefonkonferenz am Dienstag muss klären, wann diese Gelder fließen.
Analysten uneins über weiteres Potenzial
Die Experten blicken gespalten auf die Aktie. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei gut 32 US-Dollar, was deutlich über dem aktuellen Kursniveau rangiert. Mizuho senkte das Ziel zuletzt leicht auf 31 Dollar und verwies auf steigende Kosten sowie wachsenden Wettbewerb, rät aber weiterhin zum Kauf. Zacks stuft das Papier hingegen als klaren Verkauf ein. Die Analysten bemängeln die schwache Umsatzsichtbarkeit und anhaltende Verluste.
An der Börse sorgte D-Wave zuletzt für Aufsehen. Im April schoss der Kurs um rund 40 Prozent in die Höhe. Auslöser war eine Ankündigung von Nvidia zu neuen KI-Modellen, die Quantencomputing effizienter machen sollen. Aktuell notiert das Papier bei 22,57 Dollar.
Strategischer Umbau und neue Technologie
Abseits der reinen Finanzkennzahlen treibt das Management einen umfassenden Umbau voran. Ein erster Testlauf mit dem Rüstungsunternehmen Anduril Industries lieferte bei der Raketenabwehrplanung zehnmal schnellere Ergebnisse als klassische Methoden. Parallel dazu erweitert D-Wave sein technologisches Fundament. Nach der Übernahme von Quantum Circuits plant das Unternehmen, noch in diesem Jahr ein erstes Gate-Model-System auf den Markt zu bringen.
Auch räumlich verändert sich der Konzern. Bis Ende 2026 ist die Verlegung des Hauptsitzes vom kalifornischen Palo Alto ins floridianische Boca Raton geplant.
Die Quartalszahlen am Dienstag bilden nur den Auftakt für intensive Wochen. Bis Anfang Juni präsentiert sich das Management auf sechs verschiedenen Investorenkonferenzen. Der wichtigste Termin folgt am 1. Juni. Dann veranstaltet D-Wave seinen ersten Kapitalmarkttag an der New Yorker Börse und präsentiert Investoren die Details zur neuen Dual-Plattform-Strategie.
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