D-Wave Quantum: 770 Millionen Dollar Rekord-Volumen
D-Wave Quantum verzeichnete ein Rekordhandelsvolumen nach einem starken Kurssprung, getrieben durch Nvidias KI-Entwicklungen. Das Unternehmen verzeichnet massive Auftragszuwächse, kämpft aber weiterhin mit Verlusten.

- Rekordvolumen nach 52-prozentigem Kurssprung
- Nvidia-Entwicklungen befeuern Quantencomputing-Hype
- Auftragseingänge explodieren um 471 Prozent
- Hohe Verluste trotz voller Auftragsbücher
Starke Nachfrage, schwache Kurse — bei D-Wave Quantum klaffen Realität und Stimmung derzeit auseinander. Die Aktie beendete den Handel am 21. April mit einem Minus von sechs Prozent. Das Papier verzeichnete an diesem Tag ein Handelsvolumen von 770 Millionen US-Dollar. Kein anderer Titel an der Börse wechselte häufiger den Besitzer.
Der jüngste Rücksetzer folgt auf eine rasante Vorwoche. Innerhalb weniger Tage war der Kurs um gut 52 Prozent nach oben geschossen. Auslöser war der Chipkonzern Nvidia. Der KI-Marktführer veröffentlichte zwei neue Open-Source-Modelle, die gezielt fundamentale Probleme der Quantencomputer-Branche bei der Fehlerkorrektur lösen sollen.
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KI-Stromhunger als Wachstumstreiber
D-Wave-Chef Alan Baratz nutzt diese Aufmerksamkeit. Er positioniert die Technologie seines Unternehmens als Antwort auf die drohende Energiekrise der Künstlichen Intelligenz. Während das Training großer Sprachmodelle gigantische Rechenzentren auslastet, benötigt ein D-Wave-System laut Baratz lediglich rund zehn Kilowatt.
Parallel dazu baut das Unternehmen sein Rüstungsgeschäft aus. Gemeinsam mit Anduril und Davidson Technologies entwickelt D-Wave hybride Anwendungen für die US-Raketenabwehr. In ersten Simulationen lieferte das Advantage2-System Lösungen zehnmal schneller als klassische Computer. Die verbesserte Bedrohungsabwehr ermöglichte das rechnerische Abfangen von bis zu 60 zusätzlichen Raketen.
Volle Auftragsbücher, leere Kassen
Die kommerzielle Dynamik nimmt spürbar zu. Im vergangenen Jahr explodierten die Auftragseingänge um 471 Prozent. Allein im ersten Quartal 2026 sammelte D-Wave Bestellungen im Wert von über 32 Millionen US-Dollar ein. Das übertrifft den gesamten Umsatz des Vorjahres deutlich.
Allerdings bleibt die Profitabilität ein ungelöstes Problem. Das Unternehmen verbrennt kontinuierlich Geld und weist tiefrote Margen auf. Die hohe Liquidität von über 800 Millionen US-Dollar federt diese Entwicklung vorerst ab. Marktbeobachter sehen in der hohen Bewertung dennoch ein erhebliches spekulatives Risiko.
Analysten zeigen sich unbeeindruckt von den Verlusten. Antoine Legault von Wedbush verweist auf den wachsenden Kundenstamm von mehr als 135 Unternehmen und bestätigt sein Kursziel von 40 US-Dollar. Kingsley Crane von Canaccord Genuity setzt die Marke sogar auf 43 US-Dollar.
Die hohe Leerverkaufsquote von rund 16 Prozent sorgt weiterhin für extreme Schwankungen bei jeder neuen Schlagzeile. Bei der kommenden Bilanzvorlage steht das Management unter Zugzwang. Die vollen Auftragsbücher müssen sich dann in greifbarem Umsatzwachstum niederschlagen, um den aktuellen Bewertungsaufschlag zu stützen.
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