D-Wave Quantum Aktie: 175 Qubits bis Ende 2028
D-Wave Quantum präsentiert am 1. Juni seine Strategie für Quantencomputer. Die Aktie legte zuletzt stark zu, Analysten erwarten konkrete Umsatzziele.

- Erster Investorentag am 1. Juni
- Aktie mit 65 Prozent Plus seit Mai
- Dual-Platform-Strategie für Quantencomputer
- Übernahme von Quantum Circuits Inc.
Am 1. Juni lädt D-Wave Quantum zum ersten Investor Day an die New Yorker Börse. Das Motto: „The D-Wave Difference“. Es ist der bislang wichtigste Termin für den Quantenpionier in diesem Jahr.
Die Aktie hat in den letzten Wochen ordentlich Fahrt aufgenommen. Seit Anfang Mai legte der Kurs um fast 65 Prozent zu und notiert aktuell bei 25,82 Euro. Der RSI ist mit 70,1 Punkten aber deutlich ins überkaufte Niveau gerutscht. Noch immer liegt der Wert ein Drittel unter dem 52-Wochen-Hoch von 38,48 Euro.
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Am Investorentag soll es vor allem um die strategische Positionierung gehen. CEO Alan Baratz sieht D-Wave im gesamten Quantenmarkt konkurrenzfähig – gegen IBM, Google und Start-ups mit Neutral-Atom-Technik.
Zwei Plattformen, ein Ziel
D-Wave verfolgt eine Dual-Platform-Strategie. Das Unternehmen baut sowohl Annealing- als auch Gate-Model-Quantencomputer, dazu Software und Dienstleistungen. D-Wave gilt als erster kommerzieller Anbieter von Quantensystemen überhaupt.
Ein Meilenstein: die Übernahme von Quantum Circuits Inc. im Januar 2026. Die Firma brachte Dual-Rail-Qubit-Technologie mit. Sie soll den Weg zu skalierbaren, fehlerkorrigierten Gate-Modellen ebnen.
Die Roadmap ist ambitioniert. Rund 175 physische Qubits bis Ende 2028. Zehn logische Qubits bis 2030. Und 100 logische Qubits bis 2032. Mit 100 logischen Qubits will D-Wave einen erheblichen Teil des Gate-Modell-Marktes erobern.
Kommerz läuft
Bereits heute liefert D-Wave Annealing-Systeme an Kunden aus Industrie, Luftfahrt, Gesundheitswesen und Logistik. Optimierungsaufgaben sind das Hauptgeschäft. Für 2026 kalkuliert das Management mit mindestens zwei Systemauslieferungen. Die Umsatzrealisierung aus diesen Lieferungen gilt als zentraler Gradmesser für die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells.
Der Investor Day wird zeigen, ob D-Wave die hohen Erwartungen untermauern kann. Ein konkreter Ausblick auf Auftragseingänge und Umsatzziele wäre ein starkes Signal – vor allem in einer Branche, in der viele Wettbewerber noch jahrelang von der Kommerzialisierung entfernt sind.
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