D-Wave Quantum Aktie: 65,3 Prozent weniger Registrierungssignale

D-Wave Quantum präsentiert in Maryland seine Technologie-Roadmap, meldet eine Netzoptimierung bei NTT DOCOMO und erhält bis zu 100 Millionen US-Dollar.

Die Kernpunkte:
  • Platinauftritt in Maryland Ende September
  • Zwei Ansätze für größere Quantencomputer
  • NTT DOCOMO senkt Registrierungssignale
  • Bis zu 100 Millionen US-Dollar Förderung

Auftritt auf dem Quantum World Congress

D-Wave Quantum bereitet sich auf einen zentralen Branchenauftritt vor. Das Unternehmen tritt vom 23. bis 25. September in College Park im US-Bundesstaat Maryland als Platinsponsor auf dem Quantum World Congress 2026 auf. Im Mittelpunkt der Präsenz steht ein Vortrag von Dr. Robert Schoelkopf, dem Chief Science Officer des Unternehmens.

Schoelkopf wird am Freitag, 25. September, eine Plenarrede halten, die sich unter dem Titel „From Innovation to Utility: The Quantum Era Takes Shape with Two Platforms“ dem Übergang von der Forschung zur praktischen Nutzung widmet.

Mit dieser Botschaft will das Management um Vorstandschef Alan Baratz die Einsatzreife der eigenen Technologie untermauern. Für Quantencomputing-Spezialisten gewinnt die Frage an Bedeutung, wie schnell experimentelle Systeme messbare wirtschaftliche Vorteile im operativen Betrieb von Kunden erzielen können.

Zwei Plattformen für die Skalierung

Die Entwicklungsstrategie von D-Wave stützt sich parallel auf zwei technologische Ansätze: Neben den Annealing-Systemen forciert das Unternehmen auch Systeme auf Basis von Gattermodellen. Geplant sind in der Roadmap Architekturen mit 10.000 Qubits sowie 100.000 Qubits.

Dass die Systeme bereits in bestehende Netzinfrastrukturen integriert werden, zeigte sich am 18. August beim japanischen Telekommunikationskonzern NTT DOCOMO. Der Anbieter nahm eine zweite produktive Quantenanwendung auf Basis von D-Wave in Betrieb. Im laufenden Netzbetrieb reduzierte die Lösung die Signale zur Standortregistrierung in der täglichen Spitzenlast um 65,3 Prozent und verringerte die Paging-Signale um 7,0 Prozent.

Staatliche Fördergelder als Fundament

Finanziell gestützt wird der Entwicklungs- und Skalierungspfad durch staatliche Unterstützung. Vor gut einer Woche finalisierte D-Wave eine Vereinbarung im Rahmen des US-amerikanischen CHIPS and Science Act über Mittel von bis zu 100 Millionen US-Dollar.

Als Bedingung der Förderung erhält das US-Handelsministerium eine nicht-kontrollierende Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen, wobei Vereinbarungen den Weiterverkauf von 7,1 Millionen QBTS-Aktien durch die Regierung ermöglichen.

Im Finanzressort führt derweil Greg Golkov als amtierender Finanzvorstand die Geschäfte, nachdem John Markovich zum 2. September nach fünf Jahren im Unternehmen in den Ruhestand getreten war.

An der Börse reflektiert die Bewertung die Herausforderungen der Kommerzialisierung: Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 37 Prozent. Im vorbörslichen Handel notiert das Papier heute bei 14,30 Euro, was einem leichten Anstieg von 0,8 Prozent entspricht.

Auf dem Kongress in Maryland wird es für das Unternehmen darauf ankommen, den Fortschritt bei den geplanten Qubit-Zahlen und den Nutzen beider Technologieplattformen schlüssig zu präsentieren.

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