D-Wave Quantum Aktie: 8,2 Prozent Minus im Tech-Ausverkauf

Der Kursrückgang folgte dem Technologiesektor; zugleich meldete D-Wave Fortschritte bei Fertigung und europäischer Quantencomputer-Installation.

Die Kernpunkte:
  • Aktie fällt auf 10,49 Euro
  • Sammelklage gegen D-Wave eingereicht
  • Insiderübertragungen dienten der Steuerbegleichung
  • Advantage2-System erreicht Standort in Como

Am Freitag geriet D-Wave Quantum im Sog eines breiten Ausverkaufs im Technologiesektor unter Druck und verbuchte einen Kursverlust von 8,2 Prozent auf 10,49 Euro.

Laut AP belasteten wachsende Anlegersorgen über fremdfinanzierte Investitionen in künstliche Intelligenz sowie steigende Anleiherenditen die US-Börsen, die ihre schwächste Handelswoche seit Ende Juni verzeichneten. Unternehmenseigene Negativmeldungen waren für den jüngsten Kursrutsch hingegen nicht ausschlaggebend.

Juristischer Gegenwind und Insider-Meldungen

Die allgemeine Technologieschwäche traf die Aktie in einem ohnehin fragilen Marktumfeld. Nach den jüngsten Abgaben notiert der Titel nur noch knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 10,13 Euro.

Zusätzliche Unruhe brachte eine Klageeinreichung: Medienberichten zufolge reichte die Rechtsanwaltskanzlei Bronstein, Gewirtz & Grossman am Donnerstag eine Wertpapiersammelklage gegen D-Wave Quantum und ausgewählte Führungskräfte beim U.S. District Court for the Northern District of California ein.

Der Vorwurf lautet auf irreführende Aussagen bezüglich der Geschäftstätigkeit und der finanziellen Perspektiven des Unternehmens. Bei diesen Vorwürfen handelt es sich bislang lediglich um Behauptungen und nicht um gerichtlich festgestellte Fakten.

Parallel dazu sorgten Pflichtmitteilungen der US-Börsenaufsicht über Aktienbewegungen im Management für Aufmerksamkeit. Die Einreichungen betrafen CEO Alan Baratz, den amtierenden Finanzchef Gregory Golkov sowie die Vorstandsmitglieder Sophie Ames und Diane Nguyen. Den Meldungen zufolge handelte es sich bei den Übertragungen jedoch um Einbehalte zur Begleichung steuerlicher Verpflichtungen und nicht um reguläre Verkäufe am offenen Markt.

Fortschritte in Fertigung und europäischer Präsenz

Auf operativer Ebene treibt das Unternehmen seine Ausbaupläne ungeachtet der Kursverluste weiter voran. Am Dienstag gaben D-Wave Quantum und SkyWater Technology eine mehrjährige Vereinbarung bekannt, um die Zusammenarbeit im Bereich spezialisierter Halbleiterprozesse fortzuführen.

In der Fertigungsstätte von SkyWater im US-Bundesstaat Minnesota soll weiterhin Halbleitertechnik entwickelt und produziert werden, die D-Waves technologische Roadmap für supraleitende Quantencomputer stützt. Finanzielle Einzelheiten des Vertrags wurden nicht bekannt gegeben.

Ergänzt werden die Entwicklungsaktivitäten durch die Auslieferung Advantage2 Quantencomputer nach Europa. Das System mit mehr als 4.400 Qubits, das von der Schweizer Swiss Quantum Technology SA finanziert wird, traf zur Installation in der Villa Saporiti im italienischen Como ein.

Nach der Inbetriebnahme soll die Rechenkapazität über den konzerneigenen Cloud-Dienst Leap bereitgestellt werden und europäischen Forschern, Universitäten sowie Industrieunternehmen zur Verfügung stehen.

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