D-Wave Quantum Aktie: Auftragseingang auf 33,4 Millionen

Quantencomputerspezialist D-Wave erhält bis zu 100 Mio. Dollar aus dem CHIPS Act, während Führungskräfte Aktien abstoßen.

Die Kernpunkte:
  • 100 Mio. Dollar Förderung aus Washington
  • Insider verkaufen Aktien ohne Handelsplan
  • Auftragseingang steigt auf Rekordniveau
  • Umsatz bricht um 81 Prozent ein

D-Wave Quantum sichert sich eine massive Finanzspritze der US-Regierung. Parallel dazu trennen sich Führungskräfte von ihren Anteilen. Bei dem Quantencomputer-Spezialisten prallen derzeit gute Nachrichten und Insider-Verkäufe direkt aufeinander.

Millionen aus dem CHIPS Act

Das US-Handelsministerium plant eine Investition von bis zu 100 Millionen US-Dollar. Die Mittel stammen aus dem sogenannten CHIPS and Science Act. Der Konzern baut damit seine Standorte in Florida, Connecticut und Kanada aus. D-Wave will seine Technologie so deutlich schneller zur Marktreife bringen.

Führungskräfte machen Kasse

Während Washington den Geldhahn aufdreht, verkaufen Insider eigene Aktien. Finanzchef John M. Markovich stieß Anfang Juni gut 51.000 Papiere ab. Er erlöste damit rund 1,34 Millionen US-Dollar. Ein vorab festgelegter Handelsplan existierte für diese Transaktionen laut offiziellen Meldungen nicht.

Auch Aufsichtsratsmitglied John D. DiLullo trennte sich von Aktien. Er veräußerte knapp 8.000 Stück. Allerdings handelte er im Rahmen eines automatisierten Verkaufsplans.

Auftragseingang explodiert

Die jüngsten Quartalszahlen zeigen ein extremes Bild. Der Umsatz brach um 81 Prozent auf 2,9 Millionen US-Dollar ein. Ein großer Systemverkauf aus dem Vorjahr fehlte diesmal in der Bilanz. Die Folge: ein deutlicher Nettoverlust.

Im Gegenzug explodierte der Auftragseingang auf den Rekordwert von 33,4 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Plus von fast 2.000 Prozent. D-Wave sicherte sich unter anderem einen lukrativen Cloud-Deal mit einem Fortune-100-Konzern.

Analysten werten diese kommerziellen Erfolge positiv. Rosenblatt Securities rät weiterhin zum Kauf und ruft ein Kursziel von 43 US-Dollar auf. Auch Roth Capital sieht die Aktie bei 40 US-Dollar fair bewertet.

Blick auf den Kurs

An der Börse reagieren Anleger derzeit abwartend. Die Aktie beendete die Handelswoche bei 20,20 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein Minus von knapp 16 Prozent auf der Kurstafel.

Langfristig sieht das Bild freundlicher aus. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier einen Zuwachs von 47 Prozent. Der Kurs notiert aktuell stabil über der 50-Tage-Linie. Die in Aussicht gestellten US-Fördermittel sichern nun die Finanzierung des weiteren Wachstums ab.

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