D-Wave Quantum Aktie: CEO Baratz verkauft 688.000 Aktien

Insiderverkäufe bei D-Wave Quantum belasten den Aktienkurs. Trotz Auftragsboom und Millionen-Deals bleibt die operative Entwicklung angespannt.

Die Kernpunkte:
  • CEO und Finanzchef verkaufen Aktien
  • Auftragseingänge steigen um 2.000 Prozent
  • Umsatz bricht um 81 Prozent ein
  • Kurs verliert 15 Prozent in einer Woche

Bei D-Wave Quantum trennt sich die Chefetage im großen Stil von Aktien. Neue Pflichtmitteilungen belegen umfangreiche Verkäufe des Finanzchefs und des CEOs. Der Markt reagiert nervös. Die Aktie verlor auf Wochensicht knapp 15 Prozent und schloss am Mittwoch bei 20,25 Euro.

Die Details der Insider-Deals

Finanzchef John M. Markovich veräußerte Anfang Juni über 51.000 Papiere. Der Durchschnittspreis lag bei gut 26 US-Dollar. Insgesamt erlöste er damit rund 1,3 Millionen US-Dollar. Er behält allerdings weiterhin ein massives Aktienpaket.

Auch CEO Alan E. Baratz handelte. Er übte zunächst günstige Optionen aus und verkaufte anschließend knapp 688.000 Aktien. Das Management begründet diesen Schritt mit steuerlicher Planung. Verwaltungsrat John D. DiLullo stieß ebenfalls Papiere ab. Sein Verkauf lief über einen vorab festgelegten Handelsplan.

Ein reines Verkaufssignal sehen Marktbeobachter darin nicht. Alle Manager halten weiterhin Millionen von Aktien und Optionen. Dennoch drückt die extrem hohe Volatilität von 142 Prozent auf die Stimmung. Auf Jahressicht steht immer noch ein Plus von 40 Prozent auf der Kurstafel.

Auftragsflut trifft auf Umsatzschwund

Operativ zeigt das Unternehmen zwei völlig unterschiedliche Gesichter. Die Auftragseingänge explodierten im ersten Quartal auf 33,4 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Plus von fast 2.000 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zwei Großaufträge treiben diese Entwicklung. Die Florida Atlantic University bestellte ein System für 20 Millionen US-Dollar. Ein Fortune-100-Konzern buchte zudem Quanten-Dienstleistungen für 10 Millionen US-Dollar.

Der Umsatz brach zeitgleich massiv ein. Er fiel um 81 Prozent auf nur noch 2,9 Millionen US-Dollar. Die Folge: eine extreme Diskrepanz in der Bilanz. Große Systemverkäufe fließen oft erst Quartale später in die Bücher ein.

Am 18. Juni 2026 richtet sich der Blick nach London. Auf der Nutzerkonferenz Qubits Europe präsentiert D-Wave neue technologische Updates. Investoren erwarten dort konkrete Fortschritte bei hybriden Quantensystemen. Diese operativen Fakten müssen dann die jüngsten Insider-Verkäufe in den Hintergrund drängen.

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