D-Wave Quantum Aktie: Eurizon Capital steigt mit 13 Millionen ein
Eurizon Capital investiert in D-Wave, während der Umsatz einbricht. Buchungen steigen rasant, Verluste bleiben hoch.

- Italienischer Asset Manager kauft Aktien
- Umsatzrückgang um 81 Prozent
- Buchungen steigen auf 33,4 Millionen Dollar
- Liquidität wächst auf 588 Millionen Dollar
Der Quantencomputerspezialist D-Wave Quantum lädt heute zum ersten Investor Day an die New Yorker Börse. Zeitgleich meldet der Konzern einen prominenten Neuzugang im Aktionärskreis: Eurizon Capital SGR hat im vierten Quartal eine Position aufgebaut.
Rund 499.000 Aktien erwarb der italienische Asset Manager – ein Investment von etwa 13 Millionen Dollar. Der Anteil liegt bei gut 0,1 Prozent der ausstehenden Papiere. Andere institutionelle Anleger hatten in den vergangenen Quartalen ebenfalls ihre Bestände aufgestockt.
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Die Nachricht vom neuen Großaktionär fällt in eine Phase widersprüchlicher Signale. Die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 zeigen ein ernüchterndes Bild: Der Umsatz brach um 81 Prozent auf 2,9 Millionen Dollar ein. Grund ist ein einmaliger Systemverkauf im Vorjahr, der nun wegfällt.
Buchungen explodieren – Verluste bleiben hoch
Deutlich positiver entwickelten sich die Buchungen. Sie schossen um fast 2.000 Prozent auf 33,4 Millionen Dollar nach oben. Die Auftragsbestände (RPO) beliefen sich auf 42,4 Millionen Dollar, wovon mehr als die Hälfte innerhalb der nächsten zwölf Monate realisiert werden soll.
Der Quartalsverlust lag bei 18,4 Millionen Dollar. Gleichzeitig stiegen die liquiden Mittel und Wertpapiere um 93 Prozent auf 588,4 Millionen Dollar – ein Polster, das dem Unternehmen Zeit gibt, seine Dual-Platform-Strategie voranzutreiben. D-Wave bietet sowohl Annealing- als auch Gate-Model-Technologien an, die unter anderem in Logistik, Fertigung und Finanzmodellierung eingesetzt werden.
Die Aktie notiert am Montag bei 25,38 Euro – ein Minus von 1,6 Prozent. Mit einem Plus von knapp 70 Prozent auf Jahressicht hat sich der Wert allerdings deutlich erholt. Das 52-Wochen-Tief von 11,32 Euro liegt bereits fünf Monate zurück. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt 48 Prozent, was eine gewisse Übertreibung nach oben signalisiert.
Investorentag als Richtungsentscheidung
CEO Alan Baratz wird auf dem heutigen Investorentag voraussichtlich die Technologieführerschaft, die Produkt-Roadmap und die Kommerzialisierungsstrategie des Unternehmens skizzieren. Die Frage ist, ob D-Wave den Sprung von vielversprechenden Buchungen zu nachhaltigem Wachstum schafft. Das hohe Umsatzminus und die anhaltenden Verluste mahnen zur Vorsicht. Die Milliarden-Kasse gibt dem Management immerhin Spielraum – doch die Branche wartet auf den kommerziellen Durchbruch.
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