D-Wave Quantum Aktie: IonQ-Deal schüttelt die Branche?
IonQs geplante Elisity-Übernahme schürt Verwässerungsängste; D-Wave verliert seit Jahresbeginn 45 Prozent und baut Partnerschaften aus.

- D-Wave-Aktie verliert heute 4,6 Prozent
- IonQ plant Elisity-Kauf für bis zu 1,3 Milliarden Dollar
- Florida Atlantic University erhält 200.000 Dollar Förderzusage
- D-Wave vereinbart Kooperation mit University of Arkansas
Ein milliardenschwerer Zukauf beim Konkurrenten IonQ belastet zu Wochenbeginn die gesamte Quantencomputing-Branche. Die Aktie von D-Wave Quantum verliert heute 4,6 Prozent auf 12,39 Euro.
Medienberichten zufolge löste die Vereinbarung von IonQ, das Unternehmen Elisity im Rahmen einer reinen Aktientransaktion im Wert von bis zu 1,3 Milliarden $ zu übernehmen, branchenweite Verkäufe aus. Marktteilnehmer sorgen sich infolge der Transaktion vor Verwässerungseffekten und rücken den anhaltenden Kapitalbedarf der Branche wieder verstärkt in den Fokus.
Sektorweite Skepsis drückt auf die Bewertungen
Der Rückschlag reiht sich in ein volatiles Umfeld für spezialisierte Technologieunternehmen ein. D-Wave Quantum steht dabei nicht isoliert da, verzeichnete jedoch im bisherigen Jahresverlauf überdurchschnittliche Abgaben. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus der Aktie auf 45 Prozent.
Der jüngste Ausverkauf im Segment zeigt, wie empfindlich die Bewertungen auf Finanzierungsfragen reagieren. Neben den Verwässerungssorgen hatten am Markt zuletzt auch steigende Renditen für US-Staatsanleihen die spekulativen Wachstumssegmente unter Druck gesetzt, da höhere Finanzierungskosten die künftigen Bewertungsmodelle belasten.
Parallel zu den branchenweiten Faktoren verwies die Anwaltskanzlei Kessler Topaz Meltzer & Check heute auf eine laufende Untersuchung zu potenziellen Wertpapierverstößen. Dieser Schritt markiert zwar kein neues operatives Ereignis, ruft den Marktteilnehmern jedoch frühere Belastungsfaktoren wieder ins Gedächtnis. Im Mittelpunkt dieser Prüfung stehen die im August vorgelegten Geschäftszahlen sowie der damalige Rücktritt des Finanzchefs.
Operative Initiativen und Technologie-Tests
Abseits der Marktturbulenzen versucht das Unternehmen, seine technologische Basis zu verbreitern und Anwendungsfelder zu erschließen. Für das Gate-Model-Simulator-Programm läuft ein Beta-Test, der ausgewählten Kunden einen frühzeitigen Zugang gewährt. Ziel dieses Zugangs ist es, vor der allgemeinen Verfügbarkeit Erfahrungen mit fehlerbewusster Programmierung zu sammeln und erste Anwendungen zu erproben.
Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf institutionelle Partnerschaften. Gemeinsam mit der Florida Atlantic University ist eine Zusammenarbeit für ein regionales Programm zur Quanten-Cybersicherheit vereinbart worden, für das die Universität eine Förderzusage über 200.000 $ vom National Institute of Standards and Technology des US-Handelsministeriums erhielt.
D-Wave stellt dabei den Zugang zur eigenen Technologie bereit. Zudem wurde eine Kooperation mit der University of Arkansas vereinbart, die im Rahmen eines Unterstützungsfonds auf Bildung und Anwendungen in Lieferketten abzielt.
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