D-Wave Quantum Aktie: Kein Boden in Sicht
Mizuho senkt Kursziel für D-Wave Quantum trotz Outperform-Rating. Das Unternehmen verzeichnet starkes Umsatzwachstum, doch die Verluste weiten sich aus und die Aktie bleibt deutlich im Minus.

- Mizuho senkt Kursziel von 40 auf 31 US-Dollar
- Umsatzwachstum von 179%, aber steigende Verluste
- Aktie verliert 2026 bereits rund 45 Prozent
- Komfortable Liquidität von 884,5 Millionen Dollar
Während der Nasdaq-Composite seit Anfang April fast 5% zulegte, steht D-Wave Quantum weiterhin abseits. Die Aktie verharrt rund 45% im Minus für 2026 — und eine Kurszielkürzung von Mizuho Securities hat die Stimmung zuletzt zusätzlich belastet.
Mizuho senkt die Latte
Am 7. April aktualisierte Mizuho-Analyst Vijay Rakesh seine Einschätzung zum Quantencomputing-Sektor. Das Kursziel für D-Wave wurde von 40 auf 31 US-Dollar gesenkt — das Outperform-Rating blieb jedoch bestehen. Rakesh sieht weiterhin mehr als 100% Aufwärtspotenzial und bezeichnet die Branche als am Beginn einer Inflektionsphase.
Konkret traut Mizuho D-Wave bis 2030 einen Marktanteil von rund 10% zu. Als möglichen Wettbewerbsvorteil nennt der Analyst den Dual-Plattform-Ansatz des Unternehmens, der sowohl Annealing- als auch supraleitende Technologie kombiniert. Am Tag der Veröffentlichung verlor die Aktie rund 4%.
Starkes Umsatzwachstum, wachsende Verluste
Das Geschäftsjahr 2025 lieferte ein zweigeteiltes Bild. Der Umsatz stieg um 179% auf 24,6 Millionen US-Dollar bei einer Bruttomarge von 82,6%. Gleichzeitig weiteten sich die bereinigten EBITDA-Verluste auf 71,8 Millionen US-Dollar aus.
Auffällig ist die Umsatzstruktur: 16,2 Millionen Dollar entfielen auf Systemverkäufe — also Einmalgeschäfte. Das wiederkehrende QCaaS-Abomodell, das Investoren besonders im Blick haben, trug lediglich 5,5 Millionen Dollar bei. Positiv: Buchungen von 32,8 Millionen Dollar in den ersten beiden Monaten 2026 deuten auf anziehende Nachfrage hin. Die Liquiditätsposition ist mit 884,5 Millionen Dollar in Cash und marktgängigen Wertpapieren komfortabel — ein Anstieg um das Fünffache gegenüber dem Vorjahr.
Geopolitik als Belastungsfaktor
Den stärksten Kursrückgang verzeichnete D-Wave im März: Minus 23,2% in einem Monat, in dem der S&P 500 lediglich 5,1% verlor. Ausgelöst wurde der Ausverkauf weniger durch unternehmensspezifische Nachrichten als durch die allgemeine Risikoaversion infolge des Iran-Kriegs.
Obwohl inzwischen ein zweiwöchiger Waffenstillstand und eine vorübergehende Wiedereröffnung der Straße von Hormus gemeldet wurden, hat D-Wave an der daraus resultierenden Erholung nicht teilgenommen. Der letzte verfügbare Schlusskurs lag bei 14,57 US-Dollar — 69% unter dem 52-Wochen-Hoch von 46,75 Dollar.
Ob die Buchungsdynamik aus dem Jahresanfang 2026 in nachhaltige Umsätze mündet, wird darüber entscheiden, ob das Papier seinen Bewertungsabschlag gegenüber dem Sektor aufholen kann.
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