D-Wave Quantum Aktie: Optionsmarkt erwartet 13,5 Prozent Sprung

Vor den Q2-Zahlen am 6. August preisen Optionshändler bei D-Wave einen Kurssprung von bis zu 17,5 Prozent ein. Analysten bleiben trotz Kursverlust optimistisch.

Die Kernpunkte:
  • Optionsmarkt erwartet zweistelligen Kurssprung
  • Analysten bestätigen Kaufempfehlungen für D-Wave
  • Umsatzprognose: Plus von 30 Prozent erwartet
  • Partnerschaft mit AT&T im Fokus

D-Wave Quantum steht vor einem der volatilsten Quartalsberichte der laufenden Saison. Der Optionsmarkt preist für den Bericht am 6. August einen zweistelligen Kursausschlag ein — in beide Richtungen.

Optionshändler positionieren sich für Turbulenzen

Laut Berechnungen des TipRanks Options Tool erwarten Händler eine Bewegung von rund 13,5 Prozent nach der Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal. Eine zweite Analyse kommt sogar auf 17,46 Prozent. Beide Werte liegen deutlich über dem durchschnittlichen Kursausschlag von 5,07 Prozent, den die Aktie in den vergangenen vier Quartalen nach Zahlen zeigte.

Zum Vergleich: Bei Konkurrent IonQ, der einen Tag früher berichtet, preist der Optionsmarkt eine Bewegung von 19,55 Prozent ein. Die gesamte Quantencomputing-Branche steht damit aktuell unter besonderer Beobachtung der Optionshändler.

Die Aktie notiert derzeit bei 15,78 Euro und liegt fast 60 Prozent unter ihrem Hoch vom Oktober 2025. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von über 30 Prozent. Die hohe implizite Volatilität entsteht auch daraus, dass Investoren diesen Kursverfall mit dem anhaltenden Optimismus der Analysten in Einklang bringen müssen.

Zahlen unter der Lupe

Wall Street rechnet für das zweite Quartal mit einem Verlust von 0,09 Dollar pro Aktie, nach 0,08 Dollar im Vorjahresquartal. Beim Umsatz erwarten Analysten ein Plus von 30 Prozent auf 4,02 Millionen Dollar.

Ein Analyst rechnet für das laufende Quartal nicht mit größeren Verkäufen von Advantage-Systemen. Er erwartet aber, dass D-Wave am oberen Ende der Umsatzspanne von 3,0 bis 6,6 Millionen Dollar landet. Der Grund: das erste volle Quartal aus dem Zehn-Millionen-Dollar-QCaaS-Vertrag, den D-Wave im ersten Quartal unterschrieben hat.

Für das dritte und vierte Quartal erwartet derselbe Analyst deutlich höheres Wachstum. Treiber sollen Systemauslieferungen im Rahmen der Kooperationen mit Korea und der Florida Atlantic University sein.

Analysten bleiben trotz Kursverfall bullish

Die Stimmung unter Analysten hat sich durch den Kursrückgang kaum eingetrübt. Vor den Zahlen steht ein Konsensrating von „Strong Buy“, basierend auf 13 Kaufempfehlungen und einer Halten-Einschätzung.

Benchmark-Analyst Gary Mobley hat die Coverage von D-Wave, Rigetti Computing und IonQ jüngst mit Kaufempfehlungen wieder aufgenommen. Seine Begründung: Die Technologie gewinne an Legitimität, und der Quantencomputing-Markt werde nicht von einem einzelnen Anbieter dominiert. D-Wave sei dabei das einzige Unternehmen, das sowohl Annealing- als auch Gate-Modell-Systeme anbiete.

Investoren dürften beim Zahlenbericht besonders auf das Management-Kommentar zur erweiterten Partnerschaft mit AT&T achten. Entscheidend ist, ob sich jüngste Vertragsabschlüsse tatsächlich in Umsatz übersetzen.

Woran sich die Story entscheidet

Im ersten Quartal meldete D-Wave Buchungen von 33,4 Millionen Dollar. Getrieben wurde diese Summe von einem 20-Millionen-Dollar-Systemverkauf an die Florida Atlantic University und einem weiteren 10-Millionen-Dollar-Deal mit einem Firmenkunden. Investoren werden genau beobachten, wie viel davon bereits im zweiten Quartal als Umsatz auftaucht.

Ein zweiter Beobachtungspunkt ist der Rollout der Advantage2-Systeme. Das Unternehmen plant, im laufenden Jahr mindestens zwei dieser Systeme auszuliefern. Anleger erwarten hierzu Updates — und die Frage, ob weitere Kunden zugreifen.

Die Aktie handelt derzeit fast 20 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 19,65 Euro. Der Bericht am 6. August wird zeigen, ob die kommerzielle Story von D-Wave mit den weiterhin hohen Erwartungen der Analysten Schritt halten kann.

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