D-Wave Quantum Aktie: Strategische Großübernahme
Der Quantencomputing-Pionier D-Wave übernimmt Quantum Circuits Inc., um die Fehlerkorrektur voranzutreiben, trotz anfänglicher Zurückhaltung der Anleger.

- Übernahme für rund 550 Millionen US-Dollar
- Ziel ist beschleunigte Entwicklung von Gatter-Systemen
- Aktie verliert nach Deal-Ankündigung leicht
- Analysten sehen langfristig strategischen Vorteil
Der Quantencomputing-Spezialist D-Wave setzt massiv auf Expansion und kauft technologische Kompetenz zu. Mit einer Bewertung von rund 550 Millionen US-Dollar für die Übernahme von Quantum Circuits Inc. (QCI) will das Unternehmen die kritische Hürde der Fehlerkorrektur überwinden. Doch trotz der ambitionierten Pläne reagierten Anleger zunächst verhalten auf den Deal, was vor allem an der Finanzierungsstruktur liegen dürfte.
Marktreaktion und Deal-Struktur
Am Mittwoch gab D-Wave bekannt, den in New Haven ansässigen Entwickler QCI zu übernehmen. Der Kaufpreis setzt sich aus 250 Millionen US-Dollar in bar und 300 Millionen US-Dollar in Aktien zusammen. Diese erhebliche Aktienkomponente schürte bei Investoren Sorgen vor einer Verwässerung der bestehenden Anteile.
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In der Folge konsolidierte die Aktie am Mittwoch und schloss 3,5 Prozent leichter bei 30,17 US-Dollar. Marktbeobachter werten dies auch als klassische Gewinnmitnahmen („Sell the news“), nachdem das Papier in der vorangegangenen Woche bereits über 19 Prozent zugelegt hatte. Auf Jahressicht verzeichnet der Titel immer noch ein Plus von rund 227 Prozent. Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen für Ende Januar 2026 erwartet.
Technologischer Sprung durch „Dual-Rail“-Qubits
Strategisch zielt die Übernahme auf die Zusammenführung zweier Welten ab: D-Wave, bisher führend im Bereich Quantum Annealing, verschafft sich durch QCI direkten Zugang zu fortschrittlicher Gatter-basierten Technologie (Gate-Model). Im Fokus steht dabei die Fehlerkorrektur, oft als der „Heilige Gral“ des Sektors bezeichnet.
QCI bringt eine Architektur mit sogenannten „Dual-Rail“-Qubits ein, die eine integrierte Fehlererkennung ermöglichen. Dies soll den Fahrplan von D-Wave deutlich beschleunigen. Das Ziel ist ambitioniert: Bereits Ende 2026 soll das erste kommerzielle Gatter-System auf den Markt kommen. Die Integration sieht vorerst eine 8-Qubit-Maschine vor, die im Jahresverlauf auf 17 Qubits und 2027 auf 40 Qubits skaliert werden soll.
Analysten bewerten den strategischen Schwenk überwiegend positiv. John McPeake von Rosenblatt Securities bestätigte am 7. Januar sein „Buy“-Rating mit einem Kursziel von 40,00 US-Dollar. Er sieht in der Kombination der Technologien einen Wettbewerbsvorteil, der das kurzfristige Kursminus überwiegen könnte.
Bewertung und Risikofaktoren
Trotz der technologischen Fantasie mahnen die Fundamentaldaten zur Vorsicht. D-Wave wird aktuell mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 16,3 gehandelt, was einen deutlichen Aufschlag gegenüber dem Branchendurchschnitt darstellt. Zwar stieg der Umsatz im letzten Quartalsbericht um über 105 Prozent auf 3,74 Millionen US-Dollar, doch schreibt das Unternehmen weiterhin rote Zahlen. Der Baranteil des Kaufpreises von 250 Millionen US-Dollar bindet zudem erhebliches Kapital.
Ein weiterer Aspekt für aufmerksame Anleger sind die jüngsten Insider-Aktivitäten. Im letzten Quartal 2025 veräußerten Insider, darunter CEO Alan Baratz, Aktien im Wert von rund 66 Millionen US-Dollar. Während solche Verkäufe nach starken Kursanstiegen nicht unüblich sind, steht dieses Verhalten im Kontrast zur aggressiven Kaufstrategie des Unternehmens.
Der Fokus richtet sich nun auf die anstehende „Qubits 2026 User Conference“ am 27. und 28. Januar in Boca Raton. Dort muss das Management detailliert aufzeigen, wie die Integration gelingen soll und ob der Zeitplan für die neuen Hybridsysteme realistisch ist.
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