D-Wave Quantum Aktie: Umsatz verfehlt Konsens um 24 Prozent

D-Wave verfehlt Umsatzerwartungen, verbucht aber ein massives Auftragsplus. Analysten bleiben optimistisch und sehen den Kurs bei 40 Dollar.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz verfehlt Erwartungen deutlich
  • Buchungen steigen um 1.120 Prozent
  • Nettoverlust sinkt auf 48 Millionen
  • Wedbush startet mit Outperform-Rating

D-Wave Quantum hat am Donnerstag Zahlen zum zweiten Quartal 2026 vorgelegt, die zwei sehr unterschiedliche Signale senden. Der Umsatz von 3,1 Millionen Dollar verfehlte die Konsensschätzung von 4,03 Millionen Dollar um 24 Prozent. Gleichzeitig schossen die Buchungen im ersten Halbjahr um 1.120 Prozent auf 35,5 Millionen Dollar nach oben – ein Hinweis darauf, dass sich Nachfrage derzeit stärker im Auftragsbestand als in der Umsatzrealisierung zeigt.

Bilanz und Kursreaktion

Der Nettoverlust schrumpfte im zweiten Quartal auf 48,0 Millionen Dollar beziehungsweise 0,13 Dollar pro Aktie. Im Vorjahresquartal hatte das Minus noch bei 167,3 Millionen Dollar beziehungsweise 0,55 Dollar pro Aktie gelegen. Den Rückgang begründet das Unternehmen vor allem mit geringeren nicht zahlungswirksamen Belastungen aus der Neubewertung von Warrant-Verbindlichkeiten. Zum 30. Juni verfügte D-Wave über liquide Mittel und Wertpapiere von 546,2 Millionen Dollar, ein Jahr zuvor waren es noch 819,3 Millionen Dollar. Der Rückgang geht auf die im Januar 2026 abgeschlossene Barübernahme von Quantum Circuits für 250 Millionen Dollar zurück.

An der Börse zeigt sich die Aktie davon bislang unbeeindruckt. Im vorbörslichen Handel am Montag notiert das Papier bei 18,18 Euro und legt um 1,48 Prozent zu. Vom 52-Wochen-Hoch bei 40,41 Euro aus dem Oktober trennen den Titel damit noch immer 55,02 Prozent – ein Beleg dafür, wie stark die Bewertung seit dem Höhenflug im Vorjahr zurückgekommen ist, auch wenn sich der Kurs zuletzt stabilisiert hat.

Technologischer Rückenwind: Nature-Durchbruch und IDC-Ranking

Fachlich untermauert wurde die positive Grundstimmung durch zwei Meldungen aus derselben Woche. Am Mittwoch veröffentlichte D-Wave in der Fachzeitschrift Nature Details zu einem Hardware-Durchbruch in der Quantenfehlerkorrektur: Auf einem Acht-Qubit-Dual-Rail-Prozessor erreichte ein schnelles Zwei-Qubit-Verschränkungsgatter eine Güte von 99,9 Prozent. Bereits am 7. Juli hatte das Marktforschungsinstitut IDC das Unternehmen neben IBM zu einem von nur zwei „Leadern“ in seiner weltweiten Bewertung von Quantencomputing-Anbietern für 2026 gekürt. Für ein Unternehmen, das im operativen Geschäft noch mit einstelligen Millionenumsätzen arbeitet, ist eine solche Einordnung neben einem Schwergewicht wie IBM ein deutliches Signal an potenzielle Großkunden.

Wachsende Nachfrage: Partner und Analysten

Auch auf der Geschäftsseite verdichten sich die Zeichen für kommerzielles Interesse. Am 3. August vereinbarte Nasdaq Verafin mit D-Wave ein Pilotprojekt, das quantenbasierte Annealing-Technologie zur Aufdeckung komplexer Muster in Transaktionsdaten im Kampf gegen Finanzkriminalität einsetzen soll. Bereits am 27. Juli hatte AT&T eine erweiterte Vereinbarung unterschrieben, um die Annealing-Technologie von D-Wave in KI-gestützte Lösungen für den Netzbetrieb zu integrieren. Am selben Tag vollzog D-Wave den Wechsel seines Aktienlistings von der New York Stock Exchange an die Nasdaq Global Select Market, das Kürzel QBTS blieb dabei erhalten.

Auf der Analystenseite kam am 4. August frischer Rückenwind hinzu: Das Analysehaus Wedbush nahm die Coverage von D-Wave Quantum mit der Einstufung „Outperform“ und einem Kursziel von 40 Dollar auf. Automatisierte Bewertungsdienste fassen die Einschätzungen der insgesamt elf beobachtenden Analysten mittlerweile zu einem „Strong Buy“-Konsens zusammen – ein Bild, das zur Diskrepanz zwischen schwachen Quartalsumsätzen und stark wachsendem Auftragsbestand passt, mit der Anleger sich in den kommenden Quartalen weiter auseinandersetzen dürften.

Anzeige

D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 10. August liefert die Antwort:

Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu D-Wave Quantum