D-Wave Quantum Aktie: Zwiespältige Zukunft?
Der Quantencomputing-Spezialist D-Wave verfehlt im Schlussquartal 2025 die Prognosen, obwohl der Jahresumsatz um 179% stieg. Die Aktie gerät unter Druck, während eine große Übernahme die Strategie für 2026 prägen soll.

- Umsatzwachstum von 179% im Gesamtjahr 2025
- Letztes Quartal verfehlt Umsatz- und Gewinnerwartungen
- Strategische Übernahme von Quantum Circuits für 550 Mio. USD
- Hohe Liquidität von 884,5 Mio. USD trotz operativer Verluste
D-Wave liefert 2025 beim Umsatz ein starkes Gesamtjahr ab, stolpert aber im Schlussquartal über die Erwartungen. Genau diese Mischung kam am Markt schlecht an. Die Aktie geriet heute deutlich unter Druck – trotz einer Übernahme, die die Strategie 2026 verändern könnte.
Quartal verfehlt Erwartungen, Gesamtjahr überzeugt
Im vierten Quartal 2025 setzte D-Wave 2,75 Mio. US-Dollar um. Das sind zwar 19% mehr als im Vorjahr, lagen aber rund 26% unter der Prognose von 3,72 Mio. US-Dollar. Auch beim Ergebnis pro Aktie blieb das Unternehmen hinter den Schätzungen zurück: Gemeldet wurden -0,09 US-Dollar nach einer Erwartung von -0,06 US-Dollar.
Auffällig: Vorbörslich ging es zunächst um mehr als 3% nach oben. Im regulären Handel drehte die Stimmung dann, am Ende überwogen die Verkäufer.
Auf Jahressicht fällt das Bild deutlich besser aus. 2025 stieg der Umsatz auf 24,6 Mio. US-Dollar – ein Plus von 179% gegenüber 2024. Die Bruttomarge lag im Gesamtjahr bei 83%. Der Nettoverlust im vierten Quartal verringerte sich auf 42,3 Mio. US-Dollar, nach 86,1 Mio. US-Dollar im Vorjahresquartal.
Viel Liquidität, Aufträge als Signal
Ein zentraler Punkt der Zahlen: die Liquidität. Zum 31. Dezember 2025 verfügte D-Wave über 884,5 Mio. US-Dollar an Cash sowie marktfähigen Wertpapieren. Das entspricht einem Anstieg um 397% im Jahresvergleich. Im vierten Quartal flossen zudem 63,7 Mio. US-Dollar durch die Ausübung von Warrants zu.
Für den Blick nach vorn nannte das Unternehmen Kundenbuchungen für 2026 in Höhe von 32,8 Mio. US-Dollar (Stand: 25. Februar). CEO Dr. Alan Baratz betonte, dass D-Wave dabei nur nicht kündbare Aufträge als „Bookings“ ausweist. Der CFO stellte außerdem höheres Umsatzwachstum in der zweiten Jahreshälfte in Aussicht.
Quantum-Circuits-Deal und schwache Aktie
Strategisch rückt 2026 vor allem die Übernahme von Quantum Circuits Inc. in den Mittelpunkt. D-Wave will das Unternehmen für 550 Mio. US-Dollar kaufen: 300 Mio. US-Dollar in D-Wave-Stammaktien und 250 Mio. US-Dollar in bar. Mit der Kombination aus Annealing-Quantum-Computing und fehlerkorrigierter Gate-Model-Technologie will D-Wave die Entwicklung hin zu einem skalierbaren, fehlerkorrigierten Gate-Model-Quantencomputer beschleunigen. Baratz sagte dazu, das Gate-Modell ermögliche es, den adressierbaren Gesamtmarkt „im Wesentlichen zu verdoppeln“.
Als erstes Ergebnis der beschleunigten Roadmap ist ein initiales Dual-Rail-System geplant, das 2026 allgemein verfügbar sein soll.
An der Börse bleibt der Titel trotzdem angeschlagen. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie mehr als 27% im Minus. Nach dem Q4-Bericht senkten Evercore ISI und Mizuho ihre Kursziele. Zwar liegt die Bruttomarge mit rund 82,6% weiter hoch, gleichzeitig zeigen sich deutliche operative Belastungen in stark negativen operativen und Gewinnmargen.
Der längerfristige Kontrast ist groß: Über drei Jahre gerechnet steht ein Kursplus von 2.690% zu Buche.
Zum Ausblick verwies Baratz auf das Advantage2-System und eine Prognose für weiteres Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2026; für das erste Quartal stellte das Unternehmen ein EPS von -0,06 US-Dollar in Aussicht. Zudem verstärkte D-Wave seine Präsenz in Partnerschaften und trat als Gründungsmitglied der Southeastern Quantum Collaborative (SQC) bei – gemeinsam mit unter anderem IBM sowie mehreren Universitäten und Technologiepartnern.
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