D-Wave Quantum Aktie: Zwischen Rekord und Rückstand

D-Wave Quantum verzeichnete 2025 ein Umsatzwachstum von 179 %, kämpft aber mit hohen operativen Verlusten. Die milliardenschwere Übernahme von Quantum Circuits soll die Technologiebasis erweitern.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzwachstum von 179 % im Geschäftsjahr 2025
  • Hohe operative Verluste trotz starker Bruttomarge
  • Übernahme von Quantum Circuits für 550 Millionen Dollar
  • Starke Auftragslage mit Buchungen über 30 Millionen Dollar

D-Wave Quantum präsentiert dieses Wochenende neue Forschungsergebnisse auf dem weltgrößten Physikkongress — dem APS Global Physics Summit in Denver. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt: Wenige Wochen nach einem Geschäftsjahr mit 179 Prozent Umsatzwachstum will das Unternehmen auch wissenschaftlich Flagge zeigen.

Starkes Jahr, schwaches Quartal

Das Geschäftsjahr 2025 war für D-Wave in vielerlei Hinsicht ein Meilenstein. Der Jahresumsatz kletterte auf 24,6 Millionen Dollar, die Bruttomarge lag bei beachtlichen 82,6 Prozent. Das Unternehmen verbrennt jedoch weiterhin erheblich Kapital: Die operativen Verluste bleiben hoch, und das vierte Quartal verfehlte die Analystenerwartungen deutlich. Bei einem Quartalsumsatz von 2,75 Millionen Dollar hatte der Konsens 3,72 Millionen erwartet — ein Minus von 26 Prozent. Der bereinigte Nettoverlust je Aktie lag bei 0,09 Dollar statt der prognostizierten 0,06 Dollar.

Auf der Habenseite steht eine deutlich gestärkte Liquidität: Zum Jahresende hielt D-Wave 884,5 Millionen Dollar in Cash und marktgängigen Wertpapieren — ein Anstieg von 397 Prozent gegenüber dem Vorjahr, gespeist unter anderem durch 63,7 Millionen Dollar aus Optionsausübungen im vierten Quartal.

Übernahme, Verteidigung, Expansion

Der strategisch bedeutsamste Schritt war die angekündigte Übernahme von Quantum Circuits, Inc. für 550 Millionen Dollar — 300 Millionen in D-Wave-Aktien, 250 Millionen in Cash. Quantum Circuits entwickelt fehlerkorrigierte supraleitende Gate-Modell-Systeme, deren Dual-Rail-Qubits laut D-Wave 90 Prozent aller auftretenden Fehler erkennen und Gate-Fidelitäten von über 99,9 Prozent erreichen. D-Wave will damit seinen bisherigen Fokus auf Annealing-Quantencomputing um eine vollwertige Gate-Modell-Plattform erweitern und den Weg zu skalierbaren, fehlerkorrigierten Systemen beschleunigen.

Parallel dazu treibt das Unternehmen seine Präsenz im US-Verteidigungssektor voran. In einer Zusammenarbeit mit Anduril und Davidson wurden Quantenalgorithmen für die Luft- und Raketenabwehrplanung getestet — mit einem gemeldeten Geschwindigkeitsvorteil von mindestens Faktor 10 gegenüber klassischen Ansätzen sowie einer verbesserten Bedrohungsabwehr in Simulationen. Für den Ausbau des Regierungsgeschäfts wurde eine eigene Geschäftseinheit unter Jack Sears Jr. gegründet.

Buchungen signalisieren Dynamik

Die Auftragslage deutet auf wachsende kommerzielle Nachfrage hin. Allein im Januar 2026 meldete D-Wave Buchungen von über 30 Millionen Dollar; bis zum 25. Februar summierten sich die Buchungen im laufenden ersten Quartal auf mehr als 32,8 Millionen Dollar. Die Florida Atlantic University unterzeichnete zudem einen Vertrag über den Kauf eines Advantage2-Systems für 20 Millionen Dollar — die Installation am Campus in Boca Raton ist für später in 2026 geplant. Dorthin verlegt D-Wave auch seinen Unternehmenssitz und eine neue US-Forschungseinrichtung.

15 Analysten bewerten die Aktie im Konsens mit „Strong Buy“ bei einem durchschnittlichen Kursziel von 32,53 Dollar. Aktuell notiert das Papier bei 17,83 Dollar — und damit weit unterhalb des 52-Wochen-Hochs von 46,75 Dollar. Die gesenkten Kursziele einzelner Analysten spiegeln gestiegene Betriebskosten infolge der Quantum-Circuits-Übernahme wider. Ob die Integration gelingt und das erste Gate-Modell-System noch 2026 marktreif wird, entscheidet maßgeblich darüber, wie die Bewertungslücke zwischen aktuellem Kurs und Analystenkonsens sich schließt.

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