D-Wave Quantum Aktie: Zwischen Zahlen und Aufträgen
D-Wave verfehlt Quartalsziele, meldet aber einen Auftragsboom im neuen Jahr und baut mit Akquisitionen und Regierungsgeschäft seine Position aus.

- Quartalsverlust und Umsatz unter Analystenerwartungen
- Rekordbuchungen von über 30 Millionen Dollar im Januar
- Akquisition stärkt Portfolio mit Gate-basierter Technologie
- Neue Geschäftseinheit für US-Regierungskunden gegründet
D-Wave Quantum hat im vierten Quartal 2025 die Erwartungen der Analysten klar verfehlt – und dennoch liefert das Unternehmen Datenpunkte, die die kommerzielle Perspektive deutlich heller erscheinen lassen als der jüngste Kursrückgang vermuten ließe.
Q4-Zahlen enttäuschen, das Gesamtjahr überzeugt
Für das vierte Quartal meldete D-Wave einen bereinigten Verlust von 0,09 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 2,8 Millionen Dollar. Analysten hatten mit einem Verlust von 0,06 Dollar und Erlösen von rund 3,7 Millionen Dollar gerechnet. Hinzu kam ein Rückgang der Buchungen um 27 Prozent im Jahresvergleich auf 13,4 Millionen Dollar. Diese Kombination aus verfehlen auf der Umsatz- und Ergebnisseite belastete die Aktie im Februar spürbar – ein Minus von 11,5 Prozent im Monatsvergleich.
Für das Gesamtjahr 2025 sieht die Rechnung anders aus: Der Jahresumsatz stieg um 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar, verglichen mit 8,8 Millionen Dollar im Vorjahr. Die Bruttomarge lag bei 82,6 Prozent. Mehr als 135 Kunden – darunter über 70 Unternehmen und mehr als zwei Dutzend Konzerne aus der Forbes Global 2000 – nutzten die Systeme von D-Wave im vergangenen Jahr.
Auftragseingang im Januar übertrifft zwei Jahrestotale
Die auffälligste Zahl aus dem Quartalsbericht stammt nicht aus dem Quartal selbst. Im Januar 2026 erzielte D-Wave Neubuchungen von über 30 Millionen Dollar – mehr als in den gesamten Geschäftsjahren 2024 und 2025 zusammen. Bis zum 25. Februar summierten sich die Buchungen seit Jahresbeginn auf über 32,8 Millionen Dollar. Darunter ein 20-Millionen-Dollar-Systemkauf der Florida Atlantic University, dessen Auslieferung bis Ende 2026 geplant ist, sowie ein zweijähriger Cloud-Lizenzvertrag im Wert von 10 Millionen Dollar mit einem Fortune-100-Unternehmen.
Das Unternehmen beendete das Geschäftsjahr mit 884,5 Millionen Dollar in Kasse und marktfähigen Wertpapieren – die stärkste Liquiditätsposition der Unternehmensgeschichte.
Technologie, Regierung und Standortwechsel
Im Januar übernahm D-Wave das Unternehmen Quantum Circuits, das Gate-basierte Quantensysteme entwickelt – die Technologie, die auch IBM einsetzt. Damit verfolgt D-Wave nun einen Zwei-Plattform-Ansatz: die etablierten Annealing-Systeme auf der einen Seite, Gate-Modelle auf der anderen. Erste Gate-Systeme mit 8 Qubit sind bereits verfügbar, 17-Qubit-Systeme sollen noch 2026 folgen.
Parallel dazu gründete D-Wave eine eigene Geschäftseinheit für US-Regierungskunden unter Leitung von Jack Sears Jr., einem Experten mit über 25 Jahren Erfahrung im Bereich Bundesverteidigung. Zusammen mit Davidson Technology und Anduril Industries arbeitet das Unternehmen an Quantenanwendungen für die Luft- und Raketenabwehr. Zudem verlegt D-Wave seinen Hauptsitz bis Ende 2026 von Palo Alto nach Boca Raton, Florida.
Bewertung bleibt das zentrale Gegengewicht
Die Aktie hat seit Jahresbeginn mehr als 27 Prozent verloren und wird derzeit mit einer Marktkapitalisierung von rund 6,9 Milliarden Dollar gehandelt – das entspricht etwa dem 157-fachen des erwarteten Umsatzes. Wie schnell D-Wave die rekordverdächtige Buchungspipeline in tatsächlich verbuchten Umsatz umwandeln kann, wird entscheidend dafür sein, ob die aktuelle Bewertung langfristig tragfähig ist.
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