D-Wave Quantum Aktie: Zwischenbilanz
D-Wave Quantum meldet Rekordumsatz für 2025, verfehlt jedoch die Q4-Ziele. Der starke Buchungsauftakt 2026 und eine große Übernahme sollen die Wachstumsstory stützen.

- Rekordumsatz im Geschäftsjahr 2025 erzielt
- Starke Buchungszahlen zu Jahresbeginn 2026
- Übernahme von Quantum Circuits für 550 Mio. USD
- Solide Liquidität trotz negativem Cashflow
D-Wave Quantum startet mit zwei gegensätzlichen Signalen ins Frühjahr: Auf der einen Seite enttäuschte das Unternehmen im vierten Quartal bei Umsatz und Ergebnis. Auf der anderen Seite meldet das Management ungewöhnlich starke Buchungszahlen zum Jahresauftakt und untermauert die Wachstumsstory mit einer großen Übernahme. Kann der operative Schwung die Verlust- und Cashflow-Lücke perspektivisch schließen?
Q4 verfehlt – Jahresumsatz auf Rekord
Nach den Quartalszahlen geriet die Aktie kurzfristig unter Druck und gab um 7,3% nach. Hintergrund: D-Wave legte zwar für das Geschäftsjahr 2025 einen Rekordumsatz von 24,6 Mio. US-Dollar vor – ein Plus von 179% gegenüber dem Vorjahr. Im vierten Quartal fiel das Bild jedoch deutlich gemischter aus.
Der Q4-Umsatz stieg zwar um 19% auf 2,75 Mio. US-Dollar, lag aber 26% unter der Prognose von 3,72 Mio. US-Dollar. Auch der Verlust je Aktie fiel mit -0,09 US-Dollar schwächer aus als erwartet (-0,06 US-Dollar). Positiv: Der Nettoverlust im Quartal verringerte sich auf 42,3 Mio. US-Dollar nach 86,1 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Bruttomarge für das Gesamtjahr lag bei 83%.
Belastend blieb der Cashflow: Der Free Cashflow war 2025 mit -75,8 Mio. US-Dollar deutlich negativ, der Mittelabfluss stieg damit um 69% gegenüber 2024. Gleichzeitig sanken die Bookings im Gesamtjahr um 22% auf 18,7 Mio. US-Dollar. Unterm Strich meldete das Unternehmen zudem einen Jahresverlust von 1,11 US-Dollar je Aktie, 48% mehr als im Vorjahr.
Liquiditätspolster – und ein auffälliger Start in 2026
Trotz der Verluste ist die Liquiditätslage laut den veröffentlichten Zahlen solide. Zum 31. Dezember 2025 verfügte D-Wave über 884,5 Mio. US-Dollar an Barmitteln und marktfähigen Wertpapieren. Das entspricht einem Plus von 397% gegenüber dem Vorjahr. Im vierten Quartal flossen zudem 63,7 Mio. US-Dollar über die Ausübung von Warrants zu.
Auffällig sind die frühen Buchungszahlen für 2026: Das Management betonte, allein im Januar seien Bookings von über 30 Mio. US-Dollar erzielt worden. Bis zum 25. Februar lagen die Bookings seit Jahresbeginn im ersten Quartal bereits über 32,8 Mio. US-Dollar. Zum Vergleich: Das ist mehr als das gesamte Booking-Volumen des Geschäftsjahres 2025 (18,7 Mio. US-Dollar).
Für 2026 liegt die Konsensschätzung der Analysten beim Umsatz bei knapp 43 Mio. US-Dollar – rund 68% mehr als 2025.
Übernahme, Verträge, staatliche Projekte
Ein zentraler Baustein der 2026-Planung ist die Übernahme von Quantum Circuits für 550 Mio. US-Dollar (300 Mio. in Aktien, 250 Mio. in bar). Damit positioniert sich D-Wave als Anbieter mit zwei Plattformen: den kommerziellen Annealing-Systemen des Unternehmens und der supraleitenden Gate-Model-Technologie von Quantum Circuits. Ein erstes Gate-Model-System soll 2026 verfügbar sein. Quantum Circuits nennt als technischen Kern dual-rail Qubits mit integrierter Erasure-Detection, die 90% der auftretenden Fehler erkennen sollen; mit dieser Fehlererkennung werden Gate-Fidelities von über 99,9% angegeben.
Parallel meldete D-Wave einen zweijährigen Enterprise-QCaaS-Vertrag über 10 Mio. US-Dollar mit einem Fortune-100-Unternehmen zur Entwicklung und Einführung mehrerer quantenbasierter Anwendungen. Im Geschäftsjahr 2025 wurden Umsätze mit mehr als 135 Kunden ausgewiesen, darunter über 70 kommerzielle Unternehmen und mehr als zwei Dutzend Konzerne aus der Forbes Global 2000.
Im Verteidigungsbereich kündigte D-Wave eine Zusammenarbeit mit Anduril und Davidson für hybride Quanten-Klassik-Anwendungen in der US-Luft- und Raketenabwehrplanung an. Ein erster Proof-of-Concept zeigte laut Unternehmen mindestens eine 10-fach schnellere Lösungszeit, eine Verbesserung der Bedrohungsabwehr um 9% bis 12% sowie die Fähigkeit, in einer Simulation mit 500 Raketen zusätzlich 45 bis 60 Raketen abzufangen. Zudem wurde eine neue Geschäftseinheit für den US-Regierungsbereich geschaffen, geleitet von Jack Sears Jr.
Der nächste Quartalsbericht wird für den 20. Mai erwartet. Bis dahin dürfte der Markt vor allem darauf schauen, ob die starken Bookings zu Jahresbeginn in messbar steigende Umsätze übergehen und der Mittelabfluss weiter zurückkommt.
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