D-Wave Quantum: Northland setzt Kursziel auf $22
Hohe Auftragseingänge bei D-Wave Quantum stehen kaum realisierten Umsätzen gegenüber. Vor den Quartalszahlen am 12. Mai zeigen sich Analysten gespalten.

- Aktie fällt nach jüngster Rallye
- Northland Securities startet mit Halten
- Mizuho senkt Kursziel leicht
- Umsatzlücke trotz Rekordbestellungen
Volle Auftragsbücher, aber kaum ausgewiesene Umsätze — bei D-Wave Quantum klaffen Realität und Marktbewertung weit auseinander. Das Unternehmen geht nach einem Kursrücksetzer in eine entscheidende Phase. Am 12. Mai muss das Management beweisen, ob sich Rekordaufträge in echtes Geld verwandeln lassen.
Die Aktie beendete den Freitagshandel mit einem Minus von gut vier Prozent bei 18,49 US-Dollar. Damit setzt sich die Konsolidierung der vergangenen Tage fort, nachdem das Papier zuvor noch die Marke von 22 Dollar überschritten hatte. Charttechniker blicken nun auf die 50-Tage-Linie als nächste Unterstützungszone.
Neue Analystenstimmen bremsen Euphorie
Die Investmentbank Northland Securities startete die Bewertung am Montag mit einem „Market Perform“-Rating und einem Kursziel von 22 Dollar. Die Analysten loben das langfristige Potenzial im Quantencomputing. Sie stufen D-Wave im Branchenvergleich jedoch vorsichtiger ein als einige Konkurrenten.
Parallel dazu senkte Mizuho das Kursziel auf 31 Dollar, behält aber die Einstufung „Outperform“ bei. Die Experten sehen den Sektor an einem frühen Wendepunkt. Der breite Konsens der beobachtenden Analysten bleibt mit einem durchschnittlichen Ziel von gut 32 Dollar äußerst optimistisch.
Die Lücke zwischen Aufträgen und Umsatz
Das fundamentale Spannungsfeld liegt in der Diskrepanz zwischen Auftragseingang und verbuchten Erlösen. D-Wave verzeichnete allein im Januar 2026 mehr Bestellungen als im gesamten Vorjahr. Darunter fallen ein Systemverkauf über 20 Millionen Dollar sowie ein Cloud-Vertrag mit einem Großkonzern.
Dem gegenüber stehen überschaubare Einnahmen. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete das Unternehmen 24,6 Millionen Dollar. Das entspricht zwar einem kräftigen Wachstum, wirkt aber im Verhältnis zur Marktkapitalisierung von über sechs Milliarden Dollar gering. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei extremen Werten jenseits der 300er-Marke.
Rückenwind durch US-Behörden
Technologisch erhält der Ansatz von D-Wave Unterstützung durch die US-Forschungsbehörde DARPA. Mitte April startete diese ein neues Programm für heterogene Quantenarchitekturen. Das Ziel ist die Kombination verschiedener Qubit-Typen in einem System. Diese Strategie deckt sich exakt mit der Ausrichtung von D-Wave, die nach der abgeschlossenen Übernahme von Quantum Circuits nun zwei verschiedene Quanten-Plattformen unter einem Dach vereint.
Am 12. Mai präsentiert D-Wave die Zahlen für das erste Quartal 2026. Dieser Bericht umfasst erstmals die volle Integration der Quantum-Circuits-Übernahme. Investoren werden genau prüfen, wie schnell die massiven Januar-Aufträge in der Gewinn- und Verlustrechnung auftauchen. Ein Ausbleiben dieser Umsatzrealisierung dürfte die aktuelle Bewertung massiv unter Druck setzen.
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