D-Wave: Staatseinstieg mit 100 Millionen Dollar

Das US-Handelsministerium will 100 Millionen Dollar in D-Wave investieren und erhält dafür Aktien. Der Kurs reagiert mit einem deutlichen Plus.

Die Kernpunkte:
  • Staatliche Beteiligung von 100 Millionen Dollar
  • Aktienkurs steigt um über 13 Prozent
  • Fokus auf Annealing- und Gate-Modell-Systeme
  • Buchungen steigen um fast 2.000 Prozent

D-Wave Quantum bekommt Rückenwind aus Washington — und zwar nicht nur symbolisch. Das US-Handelsministerium will über den CHIPS and Science Act 100 Millionen Dollar in den Quantencomputer-Spezialisten stecken. Brisant ist die Struktur: Der Staat soll dafür Aktien erhalten.

Die Börse greift die Nachricht sofort auf. Am Freitag steht die Aktie bei 25,13 Euro, ein Plus von 13,25 Prozent. Auf Wochensicht summiert sich der Anstieg auf 43,48 Prozent.

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Washington plant direkte Beteiligung

D-Wave hat am 21. Mai eine Absichtserklärung mit dem Handelsministerium unterzeichnet. Sie sieht eine geplante Finanzierung über 100 Millionen Dollar vor. Beim Abschluss der finalen Förderunterlagen soll D-Wave Stammaktien im gleichen Volumen ausgeben.

Damit erhielte die US-Regierung eine direkte Beteiligung am Unternehmen. Für bestehende Aktionäre ist das zweischneidig: Der Deal stärkt die Bilanz, kann aber durch neue Aktien verwässern.

Final ist das Paket noch nicht. Es hängt an den endgültigen Dokumenten und regulatorischen Genehmigungen.

Die Quanten-Roadmap wird größer

CEO Dr. Alan Baratz nennt die Vereinbarung einen „transformativen Moment“ für D-Wave und die heimische Quantenindustrie. Das Kapital soll die Fertigung beschleunigen und den Zwei-Plattform-Ansatz des Konzerns stützen.

Die Ziele sind klar umrissen:

  • Annealing-Systeme: Ausbau auf 100.000 Qubits für komplexe Optimierungsaufgaben.
  • Gate-Modell: Entwicklung eines Systems mit 10.000 Qubits und Zielgröße von 100 logischen Qubits.
  • Standorte: Ausbau der Forschung in Boca Raton, New Haven und Burnaby.

Gerade der Mix macht die Nachricht relevant. D-Wave setzt nicht nur auf seine bereits kommerziell genutzten Annealing-Systeme. Das Unternehmen will parallel auch beim Gate-Modell vorankommen, das in der Branche als breiter einsetzbarer Ansatz gilt.

Langfristig peilt D-Wave vollen praktischen Quantennutzen bis 2032 an. Die geplante Staatshilfe soll dafür als Kapitalpuffer dienen.

Wachstum trifft hohe Bewertung

Die politische Rückendeckung kommt nach einem auffälligen Quartal. Für das Quartal bis 31. März meldete D-Wave Buchungen von 33,4 Millionen Dollar. Das entsprach einem Plus von fast 2.000 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Umsatz lag bei 2,9 Millionen Dollar. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 18,5 Millionen Dollar. Die Lücke zeigt, wie früh die Kommerzialisierung noch ist.

Nach dem Quartalsbericht am 12. Mai fiel die Aktie zunächst um 9,59 Prozent. Solche Ausschläge passen zum Hardwaregeschäft, in dem Umsätze oft ungleichmäßig anfallen. Kein Wunder, dass Anleger nervös reagieren.

Seit Oktober 2024 hat sich die Bewertung massiv ausgeweitet. Zuletzt bewegte sich die Marktkapitalisierung grob zwischen 8 und 9,5 Milliarden Dollar. Das ist viel Vertrauen in ein Unternehmen, dessen Umsatzbasis noch klein bleibt.

Der Kurs liegt nun 34,69 Prozent unter dem Vorjahreshoch, aber 24,72 Prozent über der 200-Tage-Linie. Die Aktie hat also Momentum, ist aber nicht zurück auf Rekordniveau.

Der nächste konkrete Punkt ist der Abschluss der Förderdokumente. Kommt er durch, wird aus dem politischen Signal eine echte Beteiligung der US-Regierung. Bis dahin prägen staatliche Rückendeckung und Verwässerungsrisiko die Bewertung.

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