Daimler: Könnte das ein Befreiungsschlag werden?

Der Mercedes-Hersteller Daimler hat derzeit einen schwierigen Stand. Wir hatten schon darüber berichtet, dass das Kraftfahrt-Bundesamt dem Konzern Manipulationen bei mehreren Fahrzeugmodellen vorgeworfen hat.

Als wäre dies nicht genug, ordnete Verkehrsminister Andreas Scheuer einen amtlichen Rückruf von 238.000 Daimler-Fahrzeugen allein in Deutschland an. Europaweit sind davon sogar 774.000 Autos betroffen.

Droht Daimler eine Strafzahlung?

Und auch das Thema Strafgelder ist noch längst nicht vom Tisch. Hier gibt es offenbar sehr unterschiedliche Interpretationen des Gespräches im Verkehrsministerium. Jedenfalls hat Daimler schon angekündigt, dass man bezüglich des verordneten Rückrufs juristische Schritte prüft.

Aktie kann sich erholen

Dennoch zeigt sich die Aktie kurz vor dem Wochenschluss bestens aufgelegt. Was mit zwei Argumenten erklärt werden könnte. Zum einen mit dem verhängten Bußgeld gegenüber Volkswagen. Denn damit ist nun staatlicherseits eine Hausnummer genannt worden, die auch bei Daimler maximal zur Anwendung kommen könnte. Wobei sehr viel wahrscheinlicher ist, dass der Premiumhersteller im Fall einer Strafzahlung weitaus billiger davonkommen könnte.

Der für die Anleger sicherlich wichtigere Punkt ist: In der jüngsten Entwicklung scheinen zumindest die bekannten Risiken inzwischen eingepreist worden zu sein. Was natürlich die Schnäppchenjäger auf den Plan ruft.

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