Daimler Truck Aktie: Ausbaupläne

Daimler Truck erweitert sein eigenes Vertriebsnetz in Europa und konkretisiert die Produktion von Wasserstoff-Lkw für Ende 2026. Der nächste wichtige Meilenstein ist die Veröffentlichung der Jahreszahlen im März.

Die Kernpunkte:
  • Übernahme eines Händlerstandorts in Passau geplant
  • Produktion von 100 Wasserstoff-Lkw für 2026 terminiert
  • Aktie zeigt positive Performance seit Jahresbeginn
  • Nächster Finanztermin am 19. März 2026

Daimler Truck zieht gleich an zwei Stellschrauben: Das Händlernetz in Europa soll dichter werden, parallel konkretisiert der Konzern seine Wasserstoff-Roadmap. Genau diese Mischung aus kurzfristig greifbaren Maßnahmen und langfristiger Technologie-Agenda dürfte zuletzt wieder mehr Aufmerksamkeit auf den Titel gelenkt haben. Wie gut passt das zusammen – und was ist als Nächstes wichtig?

Übernahme in Passau: Mehr eigenes Retail

Zum Wochenausklang bestätigte Daimler Truck die Übernahme des Standorts Passau Sperrwies der Josef Paul GmbH & Co. KG. Vollzogen werden soll die Transaktion – vorbehaltlich der kartellrechtlichen Freigabeim April 2026.

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Rund 150 Beschäftigte wechseln im Zuge des Betriebsübergangs zu Daimler Truck. Der Standort soll künftig den Vertrieb und Service für Lkw der Marken Mercedes‑Benz und FUSO sowie den Service für Busse der Marken Mercedes‑Benz und Setra abdecken.

Strategisch passt der Schritt in das Ziel, das eigene Händlernetz („Own Retail“) in Europa bis 2030 signifikant auszubauen. Das ist ein eher bodenständiger Hebel: näher an Kunden, mehr Kontrolle über Servicequalität – und potenziell stabilere Erträge rund um Wartung und Ersatzteile.

GenH2: Kleinserie für 2026 terminiert

Parallel präzisierte der Konzern seine Dekarbonisierungsstrategie. Die Produktion einer Kleinserie des brennstoffzellenbasierten Mercedes‑Benz GenH2 Truck ist für Ende 2026 im Werk Wörth angesetzt. Geplant sind 100 Fahrzeuge.

In Tests demonstrierte das Modell Reichweiten von über 1.000 Kilometern mit einer Tankfüllung flüssigen Wasserstoffs (sLH2). Der Einsatz ist gezielt für den schweren Fernverkehr vorgesehen – also dort, wo Reichweite und Betankungszeiten besonders zählen.

Zusätzlich steht eine organisatorische Weiche: Neu‑Ulm soll künftig als zentraler Logistikhub für „Remanufactured Parts“ (Originaltauschteile) von Lkw und Bussen fungieren.

Kursbild und Termine: Blick auf März

Die Aktie schloss am Freitag bei 40,97 € und liegt damit rund 9,25% im Plus seit Jahresanfang. Zum 52‑Wochen‑Hoch bei 44,39 € fehlt allerdings noch ein Stück (-7,70%). Auffällig: Der Kurs liegt über dem 50‑Tage‑Durchschnitt (39,06 €), während der RSI (14 Tage) mit 37,8 eher auf eine gedämpfte kurzfristige Dynamik hindeutet.

Wichtige Fakten im Überblick:
Schlusskurs (Fr): 40,97 € (+0,54%)
Performance: 30 Tage +9,78%, YTD +9,25%, 12 Monate -4,61%
Nächster Finanztermin: 19. März 2026 (Q4- und Gesamtjahr 2025)
Volatilität (30 Tage, annualisiert): 51,12%

Ein Randaspekt kommt aus den USA: Der Spediteur Bulmaks Inc. meldete Anfang Januar Insolvenz nach Chapter 11 an. Daimler Truck Financial wird in Gerichtsunterlagen als unbesicherter Gläubiger mit einer Forderung von über 642.000 US‑Dollar geführt.

Unterm Strich liefert der Konzern operativ mehrere konkrete Bausteine – von Retail-Ausbau bis H2-Zeitplan. Der nächste harte Prüfstein für die Aktie ist der 19. März 2026, wenn Daimler Truck die Zahlen für Q4 und das Gesamtjahr 2025 vorlegt.

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