Daimler Truck Aktie: Bernstein sieht Tesla-Gefahr
Daimler Truck verzeichnet Absatzrückgang, doch die Aktie steigt. Bernstein Research sieht Gefahr durch den Tesla Semi bei hohen Dieselpreisen und hält die Aktie für überbewertet.

- Absatz in Nordamerika deutlich eingebrochen
- Bernstein sieht Tesla Semi als reale Bedrohung
- Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch
- Vollständige Q1-Zahlen am 6. Mai
Neun Prozent weniger Absatz im ersten Quartal — und die Aktie legt trotzdem zu. Bei Daimler Truck klaffen Marktstimmung und operative Realität derzeit weit auseinander. Was steckt dahinter?
Nordamerika bricht ein, Europa hält dagegen
Im ersten Quartal 2026 verkaufte der Konzern knapp 69.000 Fahrzeuge. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr, getrieben fast ausschließlich vom nordamerikanischen Geschäft: Trucks North America lieferte nur noch rund 29.400 Einheiten aus — im Vorjahreszeitraum waren es noch fast 39.000. Mercedes-Benz Trucks entwickelte sich dagegen positiv und steigerte den Absatz auf 34.486 Einheiten.
Das Bussegment enttäuschte ebenfalls. Mit knapp 5.000 verkauften Fahrzeugen lag es 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Elektro-Lkw und -Busse spielen mit 742 Einheiten noch eine Nebenrolle.
Tesla Semi als Rechenfrage
Bernstein Research hält die Aktie auf „Underperform“ mit einem Kursziel von 34 Euro — und liefert eine ungewöhnliche Begründung. Analyst Harry Martin rechnet durch, wie attraktiv der Tesla Semi in einer Welt mit 100-Dollar-Öl geworden ist. Gestiegene Dieselpreise bei stabilen Stromkosten verschieben die Gesamtbetriebskosten zulasten klassischer Diesel-Lkw. Der Haken: Das Rechenmodell funktioniert nur dort, wo Megawatt-Ladeinfrastruktur vorhanden ist — und das sind bislang wenige Regionen.
Bernstein hatte zuvor auch die mexikanischen Freightliner-Werke analysiert. Rund 60 Prozent des US-Absatzes stammen aus Mexiko, und die Produktionszahlen dort hätten sich nach dem Einbruch durch US-Strafzölle zuletzt wieder erholt.
Sparprogramm und Hauptversammlung am 6. Mai
Operativ arbeitet der Konzern an seinen Margen. Das Effizienzprogramm „Cost Down Europe“ erzielte 2025 Nettoeinsparungen von über 100 Millionen Euro; für 2026 peilt das Management mindestens 250 Millionen Euro an. Die bereinigte Umsatzrendite im Industriegeschäft soll zwischen 6 und 8 Prozent liegen.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 43,20 Euro — seit Jahresbeginn ein Plus von gut 15 Prozent, knapp unter dem 52-Wochen-Hoch. Am 6. Mai präsentieren CEO Karin Rådström und CFO Eva Scherer die vollständigen Q1-Zahlen. Dann wird auch die Dividende von 1,90 Euro je Aktie auf der Hauptversammlung zur Abstimmung stehen — ein konkreter Anker für alle, die die aktuelle Bewertung trotz Bernsteins skeptischer 34-Euro-Marke für gerechtfertigt halten.
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