Daimler Truck Aktie: Geteiltes Bild

Daimler Truck verzeichnete 2025 einen deutlichen Absatzrückgang, besonders im US-Markt. Ein neuer Militär-Milliardenauftrag und positive Analysteneinschätzungen stehen der konjunkturellen Schwäche jedoch gegenüber.

Die Kernpunkte:
  • Auslieferungen sanken 2025 um rund acht Prozent
  • Neuer Großauftrag für französische Armee im Milliardenwert
  • Analysten sehen trotzdem Aufwärtspotenzial für die Aktie
  • Aktienkurs notiert deutlich über Jahrestief

Schwächere Verkäufe, optimistische Analysten und ein neuer Milliardenauftrag – bei Daimler Truck prallen derzeit widersprüchliche Signale aufeinander. Während die Nachfrage im wichtigen US-Markt nachlässt, setzen große Häuser weiter auf steigende Kurse. Im Zentrum steht die Frage, wie stark der neue Militärauftrag die Schwäche im zivilen Kerngeschäft auffangen kann.

Schwäche im Kerngeschäft

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 gingen die Auslieferungen konzernweit deutlich zurück. Daimler Truck setzte rund 8 % weniger Lkw und Busse ab als im Vorjahr.

Besonders problematisch: Der US-Markt, eine zentrale Ertragsquelle des Konzerns, zeigte klare Schwäche. Die konjunkturelle Abkühlung schlug damit spürbar auf die Bilanzen durch und sorgte für eine merkliche Delle im Absatzprofil.

Charttechnisch spiegelt sich die Lage bislang nur begrenzt wider:
Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 41,16 Euro, etwa 8 % über dem 200-Tage-Durchschnitt von 38,02 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen ergibt sich ein Plus von knapp 10 %, was zeigt, dass der Markt die negativen Absatzzahlen bisher nicht mit einem deutlichen Kursrutsch beantwortet hat.

Analysten setzen auf Erholung

Trotz des Absatzrückgangs bleibt ein Teil der Analysten klar konstruktiv. Die jüngsten Einstufungen zeigen, wie unterschiedlich die Perspektiven bewertet werden:

  • RBC: Hochstufung auf „Outperform“ mit einem deutlich erhöhten Kursziel von 48 Euro
  • DZ Bank: Einstufung „Halten“ mit einem fairen Wert von 40 Euro
  • Deutsche Bank: Bestätigung „Buy“ mit Kursziel 41 Euro

Die Spanne der Kursziele reicht damit grob vom aktuellen Niveau bis deutlich darüber. Während die DZ Bank eher eine faire Bewertung sieht, unterstellen RBC und Deutsche Bank Spielraum nach oben. Angesichts rückläufiger Auslieferungen entsteht so ein klarer Kontrast zwischen Datenlage und Erwartungshaltung.

Ein Blick auf die Kennzahlen verdeutlicht das Spannungsfeld zusätzlich:

  • 12-Monats-Performance: +8 %
  • Abstand zum 52-Wochen-Tief (31,15 Euro): rund +32 %
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch (44,39 Euro): etwa –7 %
  • RSI (14 Tage) bei 37,8 signalisiert keinen überkauften Bereich

Die Aktie notiert damit eher im oberen Mittelfeld ihrer Jahresspanne, ohne in eine Übertreibungszone gelaufen zu sein.

Militärgeschäft als Stütze

Auf der positiven Seite steht ein neuer Großauftrag aus Frankreich. Gemeinsam mit Partner Arquus soll Daimler Truck rund 7.000 Militärlaster an die französische Armee liefern. Der Auftrag hat ein Volumen im Milliardenbereich und stärkt die Auslastung in einem insgesamt schwierigeren Marktumfeld.

Wesentliche Punkte des Auftrags:

  • Umfang: ca. 7.000 Militärfahrzeuge
  • Kunde: Französische Armee
  • Partner: Arquus
  • Bedeutung: Stärkung des Spezialfahrzeugsegments und zusätzliche Visibilität in den Auftragsbüchern

Der Deal unterstreicht die starke Position des Konzerns im militärischen und spezialisierten Nutzfahrzeugbereich. Gleichzeitig bleibt das zivile Kerngeschäft mit Lkw und Bussen im Fokus, da hier die konjunkturelle Schwäche besonders spürbar ist.

Fazit: Spannungsfeld bleibt bestehen

In Summe treffen bei Daimler Truck rückläufige Auslieferungen und ein schwacher US-Markt auf einen kräftigen militärischen Großauftrag und überwiegend positive Analystenstimmen. Der aktuelle Kurs von 41,16 Euro liegt nur rund 7 % unter dem 52-Wochen-Hoch und etwa 32 % über dem Tief, was eher auf eine abwartend-zuversichtliche Marktinterpretation hindeutet. Entscheidend wird nun, ob sich die Nachfrage im zivilen Geschäft stabilisiert und ob Aufträge wie aus Frankreich ausreichen, um den Absatzrückgang im Kerngeschäft in den kommenden Quartalen spürbar zu kompensieren.

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