Daimler Truck Aktie: USA-Geschäft um 25 Prozent eingebrochen

Daimler Truck überwindet die 200-Tage-Linie, während das Nordamerika-Geschäft und Zollkosten belasten.

Die Kernpunkte:
  • Rückkehr über die 200-Tage-Linie
  • US-Geschäft bricht um 25 Prozent ein
  • Zollkosten von rund 100 Millionen Euro
  • Torc Robotics treibt autonome Lkw voran

Die Daimler Truck Aktie changiert zwischen zwei Welten. Charttechnisch zeichnet sich eine Stabilisierung ab – operativ drückt vor allem das Nordamerika-Geschäft. Der jüngste Sprung über die 200-Tage-Linie könnte zum Auftakt der neuen Handelswoche richtungsweisend sein.

Rückkehr über den GD200

Am Freitag schloss der Titel bei 39,82 Euro, ein Minus von 0,43 Prozent. Auf Wochensicht blieb die Aktie nahezu unverändert, hat sich aber aus dem Abwärtstrend der vergangenen 30 Tage gelöst, der ihr knapp neun Prozent gekostet hatte. Entscheidend: Der Kurs notiert nun wieder über der 200-Tage-Linie bei 39,17 Euro. Das gelang zuletzt im März – und damals folgte eine mehrwöchige Erholung.

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Der RSI von 52 signalisiert eine neutrale Verfassung, weder überkauft noch überverkauft. Der Titel liegt rund fünf Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 41,92 Euro. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 44,68 Euro beträgt knapp elf Prozent – Luft nach oben ist also da, sofern die Unterstützung hält.

USA-Bremse belastet die Bewertung

Die fundamentale Kehrseite: Im wichtigen Nordamerika-Markt lief es im ersten Quartal 2026 schwach. Während die Kernmarke Mercedes-Benz Trucks in Europa und Lateinamerika den Absatz um 13 Prozent steigern konnte, brach das US-Geschäft um ein Viertel ein. Zollkosten von rund 100 Millionen Euro drückten zusätzlich auf das operative Ergebnis.

Viele Speditionen halten sich mit Neubestellungen zurück – die wirtschaftliche Unsicherheit und die Handelspolitik der USA bremsen. Die Frage für die kommende Woche: Verbuchen Investoren diese Schwäche als zyklisches Phänomen? Oder drohen weitere Prognoseanpassungen nach unten?

Langfristige Fantasie bleibt intakt

Derweil treibt die Tochter Torc Robotics die Entwicklung autonomer Lkw voran. Neue Teststrecken in Michigan erlauben Erprobungen unter Schnee und Eis. Das Ziel: Level-4-Fahrzeuge ab 2027 kommerziell einzusetzen. RBC bestätigte jüngst das Kursziel von 50 Euro mit Blick auf diese technologische Führungsposition.

Diese langfristige Perspektive stützt die Aktie, auch wenn die kurzfristige operative Dynamik fehlt. In den kommenden Tagen richten sich die Blicke auf die 40-Euro-Marke. Gelingt der Durchbruch, wäre der Weg bis zum nächsten Widerstand bei 42 Euro frei. Die nächsten detaillierten Quartalszahlen gibt es voraussichtlich im August.

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