Danaher Aktie: Prognose nach oben
Der bereinigte Jahresgewinn je Aktie soll 8,57 bis 8,62 Dollar erreichen; Atemwegstests bremsen das organische Wachstum.

- Umsatzplus durch Masimo-Übernahme
- Organisches Wachstum ohne Atemtests: 5,5 Prozent
- Nettogewinn profitiert von Steuereffekt
- Höhere Zinskosten durch Masimo-Schulden
Danaher hebt nach dem dritten Quartal die Gewinnprognose für 2026 an. Die erste Quartalsbilanz unter der neuen Chefin Julie Sawyer Montgomery fiel besser aus als vom Management selbst erwartet. Ein Blick unter die Oberfläche lohnt sich allerdings: Die Wachstumszahlen hängen stark davon ab, ob man das Geschäft mit Atemwegstests herausrechnet.
Zahlen im Überblick
Der Umsatz stieg um 8,5 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro… genauer: auf 6,6 Milliarden Dollar. Den Löwenanteil lieferte die Übernahme von Masimo, die allein gut sechs Prozentpunkte beisteuerte. Das organische Wachstum lag bei 3,0 Prozent. Ohne Atemwegstests, die als Gegenwind wirkten, waren es 5,5 Prozent.
Der bereinigte Gewinn je Aktie wuchs um 11,5 Prozent auf 2,11 Dollar. Der ausgewiesene Nettogewinn sprang um 34,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. Dahinter steckt allerdings vor allem ein Steuereffekt: Aufgelöste Rückstellungen nach abgeschlossenen Steuerprüfungen entlasteten das Ergebnis deutlich.
Der operative Cashflow erreichte 1,9 Milliarden Dollar, der freie Cashflow 1,6 Milliarden Dollar, rund 19 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Segmente mit gemischtem Bild
Die Biotechnologie wuchs organisch um 5,0 Prozent, das Geschäft mit Life Sciences um 4,5 Prozent. Die Diagnostik blieb mit 0,5 Prozent schwach. Der Grund: Die Umsätze mit Atemwegstests sanken auf rund 350 Millionen Dollar, nach etwa 500 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Bereinigt um diesen Effekt wuchs die Sparte um 6,5 Prozent.
Montgomery sprach von einer „fortgesetzten Beschleunigung“ des Kerngeschäfts und von sich verbessernden Trends in den Endmärkten. Als Ziel nannte sie, zum führenden Anbieter in Life Sciences und Diagnostik zu werden und dabei Marktanteile zu gewinnen.
Ausblick für 2026
Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen nun einen bereinigten Gewinn je Aktie von 8,57 bis 8,62 Dollar. Zuvor lag die Spanne bei 8,45 bis 8,60 Dollar. Die Untergrenze steigt damit deutlich stärker als die Obergrenze.
Im vierten Quartal rechnet Danaher beim organischen Wachstum ohne Atemwegstests mit 4,0 bis 5,0 Prozent. Inklusive des Gegenwinds von etwa 150 Basispunkten sind es rund 3,0 Prozent. Die bereinigte operative Marge soll bei etwa 29,5 Prozent liegen.
Belastend wirken die höheren Zinsen: Der Zinsaufwand verdoppelte sich im Quartal auf 135 Millionen Dollar, bedingt durch die Schulden für den Masimo-Kauf. Für das vierte Quartal plant das Management mit einem Nettozinsaufwand von etwa 120 Millionen Dollar.
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