Danone Aktie: Preise tragen das Wachstum
Danone übertrifft die Umsatzschätzung im dritten Quartal, während geringe Absatzmengen und ein schwächeres Nordamerika-Geschäft bremsen.

- Vergleichbarer Umsatz steigt um 4,0 Prozent
- Preise liefern den größten Wachstumsbeitrag
- Spezialnahrung übertrifft die Markterwartung
- China-Wachstum fällt auf 0,1 Prozent
Danone hat im dritten Quartal die Erwartungen leicht übertroffen. Der Haken: Das Plus kam vor allem von höheren Preisen, nicht von mehr verkauften Produkten. Dazu enttäuschte Nordamerika erneut.
Preise statt Volumen
Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis um 4,0 Prozent und lag damit über der Konsensschätzung von 3,7 Prozent. Der Konzern erlöste gut 7,2 Milliarden Euro. Den größten Anteil am Wachstum lieferten Preiserhöhungen mit 3,6 Prozentpunkten, erwartet worden waren 2,7.
Schwächer fiel die Mengenkomponente aus. Volumen und Produktmix legten nur um 0,4 Prozent zu, Analysten hatten mit 1,1 Prozent gerechnet. Die Qualität des Wachstums bleibt damit ein Diskussionspunkt.
Spezialnahrung stark, China und Nordamerika schwächer
Die Sparte Spezialnahrung wuchs um 4,7 Prozent und übertraf die Erwartung von 4,1 Prozent. Robuste Nachfrage in Asien und Amerika half, ebenso der Trend zu proteinreichen und darmfreundlichen Produkten, den auch die Verbreitung von Abnehmmedikamenten stützt. Die Region EMEA kam auf 3,9 Prozent und schlug die Schätzung von 3,0 Prozent klar.
In China bremste sich das Geschäft deutlich ab. Das Wachstum sank auf 0,1 Prozent nach 3,6 Prozent im zweiten Quartal. Im Wassergeschäft belastete zudem der Lagerabbau bei der Marke Mizone, der die Konzernentwicklung um einen Prozentpunkt drückte.
Nordamerika wuchs mit 2,4 Prozent, erwartet waren 3,7 Prozent. Frischmilchprodukte und pflanzliche Alternativen bleiben dort das Sorgenkind. Danone reagierte mit der sofortigen Berufung einer neuen US-Führung. Immerhin ging es im lange schwächelnden Nordamerika-Geschäft aufwärts.
Prognose bestätigt
Für 2026 hält Konzernchef Antoine de Saint-Affrique an seinem Ziel fest: Das vergleichbare Umsatzwachstum soll zwischen 3 und 5 Prozent liegen. Das bereinigte operative Ergebnis soll schneller wachsen als der Umsatz, was auf eine moderate Margenverbesserung hindeutet. Der Konsens sieht die operative Marge bei 13,6 Prozent, nach 13,4 Prozent im Vorjahr.
Saint-Affrique richtet den Konzern seit fünf Jahren neu aus. Danone trennte sich von schwächeren Geschäften und baut Proteinprodukte sowie Spezialnahrung aus. Zur Belastung durch den Rückruf von Säuglingsnahrung, die zuvor mit rund einem Prozentpunkt für das Gesamtjahr veranschlagt wurde, gab es im Quartalsbericht kein Update.
Ob Danone den Mengenrückstand aufholt, hängt nun vor allem an zwei Baustellen: der neuen US-Führung und der Stabilisierung in China, wo der Lagerabbau bei Mizone das Tempo drückt.
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