Datagroup Aktie: Stadtwerke Potsdam als Neukunde

IT-Dienstleister Datagroup sichert sich umfassenden Betreuungsvertrag mit den Stadtwerken Potsdam und bestätigt damit seine CORBOX-Strategie.

Die Kernpunkte:
  • Komplette IT-Betreuung für Stadtwerke Potsdam
  • Bestätigung der modularen CORBOX-Strategie
  • Aktie legt leicht im Handel zu
  • Börsennotierung in München wird eingestellt

Die Datagroup SE hat einen wichtigen Neukunden gewonnen. Wie der IT-Dienstleister aus Pliezhausen am Dienstag mitteilte, übernimmt das Unternehmen die komplette IT-Arbeitsplatzbetreuung der Stadtwerke Potsdam (SWP). Ein Vertrag mit Signalwirkung für die gesamte Sparte Workplace Services.

Was Datagroup für die Stadtwerke macht

Der Auftragsumfang ist umfassend. Datagroup kümmert sich künftig um die standardisierte Bereitstellung, Installation und den Support der gesamten IT-Infrastruktur im Raum Potsdam. Konkret geht es um Desktop-PCs, Notebooks, Monitore, Drucker und Tablets.

Hinzu kommt ein ticketbasiertes Supportsystem. Es ist direkt in die Strukturen der Stadtwerke integriert. Das Ziel: Eine hohe Verfügbarkeit der IT-Umgebung. Die Stadtwerke sollen sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.

Warum der Auftrag strategisch wichtig ist

Für Datagroup-Chef Andreas Baresel ist der Deal eine Bestätigung der CORBOX-Strategie. Diese setzt auf modulare und standardisierte Managed Services. „IT-Arbeitsplätze dürfen heute kein Engpass mehr sein“, sagte Baresel.

Auch der Kunde lobte die Entscheidung. Michael Meissner, IT-Chef der Stadtwerke, betonte, man habe sich bewusst für einen Partner entschieden, der Flexibilität und Umsetzungskompetenz mitbringe.

Was Anleger zur Kursentwicklung wissen sollten

Die Börse reagierte verhalten positiv. Die Aktie legte im Handel an der Börse Gettex um 0,8 Prozent auf rund 75,60 Euro zu. In den vergangenen zwölf Monaten steht ein Plus von rund 25 Prozent zu Buche.

Für Analysten ist der Gewinn eines kommunalen Kunden ein Indikator für die Wettbewerbsfähigkeit. Hinzu kommt ein wachsender Outsourcing-Trend im öffentlichen Sektor. Langfristige Rahmenverträge sorgen zudem für planbare Umsätze.

Ausblick: Was sich im Juni ändert

Neben dem operativen Erfolg gibt es eine strukturelle Veränderung. Im Juni 2026 stellt Datagroup die Notierung im Freiverkehr der Börse München (Segment m:access) ein. Das Management begründet den Schritt mit einer Straffung der Börsenpräsenz.

Der Handel bleibt aber an anderen Plätzen wie XETRA oder Frankfurt gewährleistet. Anleger sollten zudem die Dividendenpolitik im Blick behalten. Für das abgelaufene Geschäftsjahr gab es 0,04 Euro je Aktie. Das Geld fließt vorrangig in Wachstumsfelder wie Künstliche Intelligenz und Cyber Security.

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