Datagroup: Robuste Zahlen, Aktie vor Entscheidung

Erst in der vergangenen Woche meldete das Unternehmen Datagroup einen millionenschweren Auftrag aus der Luftfahrt-Branche. Nun lieferte das Unternehmen mit der Vorlage des Ergebnisses zum dritten Quartal einen weiteren positiven Newsflow. Was auch mit Blick auf die eigene Aktie wichtig ist, die sich zunehmend in eine Entscheidungsposition begeben hat.

 

© Datagroup
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Als IT-Dienstleister ist Datagroup dafür verantwortlich, Informationstechnik zu implementieren und zu überwachen. Das Unternehmen bietet seinen Kunden dabei einen Full-Service von der Planung, über Aufbau bis hin zum Betrieb von IT-Strukturen an. Zu den Kunden gehören namhafte Firmen wie der Luft- und Raumfahrtkonzern Thales oder Medienkonzerne wie Der Spiegel und Gruner & Jahr. Darüber hinaus betreut Datagroup eine ganze Reihe von kleinen und mittelständischen Unternehmen.

 

Datagroup achtet auf bessere Margen

Und schaut man auf die Zahlen, mit Erfolg. So konnte das Unternehmen im dritten Quartal einen Umsatz von 36,1 Mio. Euro machen. Das lag zwar leicht unter den Vorjahreswerten (minus 1,7%). Doch war dieser Rückgang vor allem der Tatsache gehduldet, dass Datagroup beim niedrigmargigen Handelsgeschäft weniger umsetzte. Das höhermargige Dienstleistungsgeschäft, das inzwischen knapp 80% des Gesamtumsatzes ausmacht, legte dagegen um 3,2% auf 28,9 Mio. Euro zu.

Dank der zunehmenden Verschiebung hin zu besseren Margen konnten dann auch EBITDA, EBIT und Gesamtmarge verbessert werden. So erhöhte sich die EBITDA-Marge um 0,7 Prozentpinkte auf nun 8,6%.

 

Jahresziel bestätigt

Auf die ersten neun Monate gerechnet ergibt sich folgendes Bild: Zwar fiel auch in diesem Berichtszeitraum wegen rückläufiger Handelsumsätze der Gesamtumsatz geringer aus (minus 1,1%). Doch dafür legte das EBITDA um satte 15% auf 10,4 Mio. Euro zu. Damit sind nach Meinung von Datagroup die Weichen gestellt, um im Gesamtjahr ein neues Rekordergebnis zu erzielen.

Dabei liegen die Unternehmensziele bei einem Umsatz von mehr als 155 Mio. Euro und einem EBITDA über 15 Mio. Euro. Das klingt ambitioniert, dürfte aber machbar sein.

 

Wagt die Aktie den Ausbruch?

Das ergibt für die Aktie eine hoch interessante Ausgangslage. In den vergangenen Monaten hatte sich der Wert in einen sehr volatilen Seitwärts- bzw. Konsolidierungstrend begeben. Dies er war oben auf dem Niveau um die 13,50/13,80 Euro begrenzt, nach unten hin auf dem Niveau um die 11,40 Euro.

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Inzwischen hat die Schwankungsbreite abgenommen, mit klarer Tendenz in Richtung oberer Rand. Aktuell kämpft die Aktie dabei sowohl mit 100- als auch 38-Tage-Linie, wobei der Marke von 13,20 Euro noch eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss.

Auch wenn die Aktie auf die Zahlen vorerst negativ reagiert, so halten wir es für sehr wahrscheinlich, dass kurzfristig ein weiterer Ausbruchsversuch erfolgt. Oberhalb von 13,20 Euro würden wir es hier mit einer ersten Einstiegsposition versuchen.

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