DAX: 1,49 Prozent Minus zum Handelsstart
Geopolitische Risiken und steigende Energiepreise drücken den DAX deutlich ins Minus. Der Index entfernt sich weiter von seinem Rekordhoch.

- DAX startet mit deutlichen Verlusten
- Energiepreise und Nahost-Krise belasten
- Hochtief steigt in den DAX auf
- OECD senkt Wachstumsprognose für Deutschland
Die Nervosität am deutschen Aktienmarkt kehrt zurück. Steigende Energiepreise und die Eskalation im Nahen Osten lasten schwer auf dem DAX. Zum Handelsstart am Donnerstag rutschte der Index deutlich ins Minus.
Nach einem bereits schwachen Mittwoch verlor das Börsenbarometer am Morgen 1,49 Prozent auf 24.730 Punkte. Damit wächst der Abstand zum Allzeithoch von Mitte Januar auf knapp drei Prozent. Die Volatilität der letzten Wochen liegt bei rund 18 Prozent.
Abseits der Kursverluste steht ein prominenter Wechsel fest. Der Baukonzern Hochtief steigt am 22. Juni in den DAX auf. Die Aktie profitierte zuletzt massiv vom Boom bei Rechenzentren. Parallel dazu muss die Porsche SE den Leitindex verlassen und wechselt in den MDAX.
Technologiewerte unter Druck
Im aktuellen Marktumfeld suchen Investoren Sicherheit in defensiven Werten. Während Versorger wie RWE zuletzt zulegten, gerieten Technologiewerte und zyklische Titel unter die Räder. Die SAP-Aktie verlor am Donnerstagmorgen über vier Prozent an Wert.
Einzelne Impulse lieferten Analystenkommentare zu Schwergewichten. JPMorgan stufte Daimler Truck auf „Overweight“ hoch, da die Aufträge in Nordamerika zuletzt kräftig anzogen. Hinzu kommt ein höheres Kursziel für Brenntag. Goldman Sachs sieht den fairen Wert nun bei 73 Euro.
Dazu kommen positive Signale für Fresenius. Die Großbank UBS bestätigte ihre Kaufempfehlung für den Gesundheitskonzern. Grund dafür sind neue Empfehlungen des Bundesrats zur Gesundheitsreform.
Wachstumssorgen belasten
Der wirtschaftliche Rahmen für Deutschland bleibt schwierig. Die OECD senkte ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 0,7 Prozent. Während die USA von der KI-Nachfrage profitieren, bremst die schwache Binnennachfrage die Erholung in der Eurozone.
Anleger blicken nun auf die Lage in der Straße von Hormus. Die Energiepreise bleiben der entscheidende Taktgeber für die kommenden Handelstage. Hält die Unterstützung bei 24.282 Punkten nicht, drohen weitere technische Verkäufe.
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