DAX: 24.695 Punkte unter 25.000

Der DAX fällt nach einem kurzen Ausflug über 25.000 Punkte zurück und notiert nun wieder schwächer. Belastend wirken schwache US-Vorgaben und China-Daten.

Die Kernpunkte:
  • DAX fällt unter 25.000 Punkte zurück
  • Hochtief stabil, Volkswagen unter Druck
  • FedEx-Ausblick belastet Logistikwerte
  • Ifo-Geschäftsklimaindex im Fokus

Der DAX kämpft zur Wochenmitte mit der runden Marke. Am Dienstag kletterte der Index kurzzeitig auf 25.176 Punkte — doch zum Handelsschluss blieb davon wenig übrig. Am Mittwoch setzt sich der Rückzug fort.

Aktuell notiert der DAX bei 24.695 Punkten, ein Minus von 0,80 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt der Leitindex damit nur noch knapp im Plus — gerade mal 0,63 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch bei 25.508 Punkten rückt wieder in weitere Ferne.

Hochtief oben, Volkswagen unter Druck

Die frisch in den DAX aufgenommene Hochtief-Aktie hält sich stabil. Nach der Indexaufnahme am 22. Juni sorgen Umschichtungen institutioneller Investoren weiter für erhöhtes Handelsvolumen. Auf der anderen Seite lasten schwache China-Daten auf den Autowerten. Volkswagen verliert rund 1,6 Prozent — die Einzelhandelsumsätze aus China blieben hinter den Erwartungen zurück.

Zu den Gewinnern des Tages zählen Nordex mit einem Plus von 2,4 Prozent, gestützt durch neue Großaufträge aus Nordamerika. Bayer legt 1,8 Prozent zu, Munich Re 1,3 Prozent nach einem Analysten-Upgrade.

FedEx bremst, Ifo-Daten warten

Belastung kommt aus den USA. FedEx enttäuschte mit seinem Ausblick auf das zweite Halbjahr 2026 — trotz eines Umsatzanstiegs auf 94,7 Milliarden Dollar. Das drückt vor allem auf Logistik- und Industriewerte im Index.

Geopolitisch gibt es hingegen Rückenwind. Die Annäherung zwischen den USA und dem Iran lässt die Ölpreise sinken. Brent notiert bei rund 77,50 Dollar — das entlastet die Margen der deutschen Industrie.

Charttechnisch bleibt der RSI mit 49 Punkten neutral. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 24.574 Punkten liegt knapp unter dem aktuellen Kurs. Das Handelsvolumen am Vormittag liegt etwa zwölf Prozent unter dem 20-Tage-Schnitt — ein Zeichen für Orientierungslosigkeit.

Am Nachmittag veröffentlicht das Ifo-Institut seinen Geschäftsklimaindex für Juni. Volkswirte erwarten einen Anstieg auf 85,5 Punkte. Am Freitag folgen dann die US-PCE-Inflationsdaten — sie dürften die Erwartungen an die Fed-Zinspolitik für das zweite Halbjahr neu justieren.

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