DAX 25.000 hält nicht
Der deutsche Leitindex rutscht unter die runde Marke, belastet durch den Iran-Konflikt. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt intakt, die Kursdynamik fehlt jedoch.

- DAX unterschreitet 25.000er Marke
- Iran-Krieg trübt Anlegerstimmung
- Langfristiger Aufwärtstrend intakt
- Warten auf neue Impulse
Der Mittwochmorgen begann ungemütlich für den deutschen Leitindex. Bereits in den ersten Handelsminuten fiel der DAX unter die 25.000-Punkte-Marke — ein Niveau, das Marktteilnehmer zuletzt aufmerksam beobachtet hatten.
Iran-Konflikt trübt die Stimmung
Der Auslöser ist wenig überraschend: Die Lage im Iran-Krieg bleibt höchst unübersichtlich. Trump bestand darauf, dass Verhandlungen zwischen Washington und Teheran weiterlaufen — aus Teheran kam prompt das Gegenteil. In der Nacht auf Mittwoch lieferten sich beide Seiten die schwersten Gefechte seit Beginn der Waffenruhe. Die Ölpreise reagierten mit leichten Aufschlägen. Für den Aktienmarkt sind steigende Energiepreise ein weiterer Unsicherheitsfaktor, kein Trost.
Das Pikante daran: Wall Street und Nikkei kümmert das kaum. Der japanische Index markierte erneut ein Rekordhoch, angetrieben von KI-Euphorie und Konjunkturhoffnungen. Europa schaut diesem Treiben neidvoll zu.
Dünne Luft unter dem Allzeithoch
Der Abstand zu alten Höchstständen bleibt überschaubar. Das Allzeithoch vom 13. Januar liegt bei 25.507 Punkten — rund 600 Punkte über dem aktuellen Kursniveau. Charttechnisch intakt ist der langfristige Aufwärtstrend trotzdem: Gleitende Durchschnitte der letzten 20, 50 und 200 Handelstage senden allesamt Kaufsignale. Lediglich die Kursdynamik fehlt gerade.
Kein Wunder, dass Anleger zögern. Der Markt wartet auf frische Impulse — heute liefern die Einkaufsmanagerindizes für Dienstleistungen aus Deutschland und den USA sowie US-Arbeitsmarktdaten von ADP erste Anhaltspunkte. Ob das reicht, um den DAX wieder über 25.000 zu hieven, hängt wesentlich davon ab, ob die geopolitische Nachrichtenlage nicht erneut dazwischenfunkt. Gelingt der Ausbruch über das Allzeithoch, rückt die 26.000-Punkte-Marke als nächstes charttechnisches Ziel ins Bild.
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