DAX: Angriffspause treibt Kurse
Der DAX profitiert von einer Feuerpause zwischen USA und Iran und nähert sich seinem Rekordhoch. Der fallende Ölpreis entlastet die Inflationserwartungen.

- DAX steigt um 1,44 Prozent
- Ölpreis fällt um 6,7 Prozent
- Widerstand bei 25.465 Punkten
- Rekordhoch vom 6. Juli in Sicht
Zwei ruhige Nächte zwischen den USA und dem Iran reichen aus, um dem DAX einen kräftigen Schub zu geben. Der Ölpreis fällt, die Zinssorgen weichen kurzzeitig der Erleichterung – und der Index nähert sich wieder seinem Rekordhoch vom 6. Juli. Ob die Erholung trägt, hängt jetzt von einer charttechnischen Hürde ab, die kaum 50 Punkte über dem aktuellen Niveau liegt.
Ölpreis-Rutsch als Kurstreiber
Der DAX startete am Montag mit einem Plus von 1,44 Prozent auf 25.459,32 Zähler in die Woche und knüpfte damit an die Stärke vom Freitag an. Auslöser ist die zweite Nacht in Folge ohne gegenseitige Angriffe zwischen den USA und dem Iran – ein Signal, das Marktteilnehmer als Hoffnungszeichen für eine diplomatische Lösung werten.
Die Entspannung schlägt sich direkt auf die Energiepreise nieder. Ein Fass Brent-Rohöl verbilligte sich um rund 6,7 Prozent auf 90,29 Dollar, Erdgas gab sogar knapp 9 Prozent nach. Sinkende Energiekosten gelten als unmittelbare Entlastung für Inflationserwartungen und damit auch für die Zinsfantasie an den Aktienmärkten.
Der Blick auf die Widerstandsmarke
Charttechnisch bleibt der DAX in seinem langfristigen Aufwärtstrend, der mit dem Allzeithoch vom 6. Juli bei 25.900,10 Punkten bestätigt wurde. Nach der anschließenden Korrektur und einer mehrtägigen Konsolidierung deuten die gleitenden Durchschnitte der vergangenen 50 und 200 Handelstage wieder auf Kaufsignale hin. Lediglich der 20-Tage-Durchschnitt hinkt noch hinterher – ein nachhaltiger Anstieg darüber gilt als möglicher Auslöser für neue Anschlusskäufe.
Die erste Hürde liegt beim Tagestief vom 7. Juli bei 25.465 Punkten, die zweite am Rekordhoch selbst. Nach unten markieren 24.650 und 24.330 Punkte die Auffanglinien, unterhalb derer sich das Bild eintrüben würde. Statistisch folgte auf vergleichbare Kurslücken seit dem Jahr 2000 in 58 Prozent der Fälle eine Erholung von 2 Prozent binnen fünf Handelstagen, in 31 Prozent der Fälle dagegen ein weiterer Rückgang.
Zuletzt hatte der Index die Marke von 25.000 Punkten an mehreren Tagen in Folge durchbrochen, ohne sich nachhaltig davon zu lösen – Gewinnmitnahmen setzten regelmäßig oberhalb dieser Schwelle ein. Ob neue Käufer diesmal für mehr Substanz sorgen, entscheidet sich in den kommenden Handelstagen.
Impulse liefert weiterhin die laufende Berichtssaison – SAP hatte am Freitag mit einer dynamischen Kursbewegung vorgelegt. Mit dem nahenden August rücken zudem die statistisch schwächeren Sommermonate näher, nachdem die Vorwoche mit neuen US-Zollankündigungen und kurzzeitig über 100 Dollar gestiegenen Ölpreisen bereits für Nervosität gesorgt hatte. Die Frage, ob der DAX die 25.465-Punkte-Marke überwindet oder erneut daran abprallt, dürfte die Richtung für die nächsten Handelstage vorgeben.
DAX: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 27. Juli liefert die Antwort:
Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




