DAX: Broadcom und Lufthansa im Blick

Der DAX zeigt nach drei Verlusttagen Erholungstendenzen, während Broadcoms Ausblick belastet und Lufthansa als möglicher Aufsteiger gilt.

Die Kernpunkte:
  • DAX-Futures leicht im Plus
  • Broadcom enttäuscht mit Ausblick
  • Lufthansa als DAX-Aufsteiger gehandelt
  • Uber-Angebot für Delivery Hero empfohlen

Nach drei Verlusttagen in Folge zeichnet sich für den DAX am Donnerstag eine Stabilisierung ab. Seit dem Rekordhoch von 26.618,74 Punkten vergangenen Freitag hat der Index knapp drei Prozent eingebüßt. Der Futures-Kontrakt notiert im frühen Handel bei rund 25.892 Punkten und damit leicht im Plus.

Rückenwind kommt von der Wall Street. Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 legten zwischen 0,2 und 0,6 Prozent zu, getrieben von Nvidia und Dell. In Asien hat sich das Bild ebenfalls aufgehellt: Der Nikkei notiert leicht im Plus, der Hang Seng gewinnt rund 0,7 Prozent, nachdem der chinesische CSI 300 tags zuvor noch deutlich nachgegeben hatte.

Broadcom dämpft die Stimmung

Ein Belastungsfaktor bleibt allerdings bestehen. Broadcom enttäuschte nach US-Börsenschluss trotz starker KI-Umsätze mit einem verhaltenen Ausblick — für den heutigen Handel dürfte das die wichtigste Einzelnachricht aus dem Tech-Sektor sein. Bei Credo Technology ging es nach schwachen Quartalszahlen um ein Fünftel abwärts, die Bank of America strich ihr Kursziel zusammen.

Am Nachmittag richtet sich der Blick auf US-Konjunkturdaten: Handelsbilanz, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der ISM-Service-Index stehen an. Am Vormittag liefern VDMA-Auftragsdaten, der finale Dienstleistungs-PMI und die Ifo-Konjunkturerwartungen zusätzliche Signale für die deutsche Wirtschaft.

Indexüberprüfung mit Lufthansa als Kandidat

Am Abend nimmt STOXX die reguläre Überprüfung der DAX-Familie vor. Lufthansa gilt als aussichtsreichster Kandidat für einen Aufstieg in den Leitindex, während Ströer als möglicher Rückkehrer in den MDAX gehandelt wird. Die Änderungen sollen zum 21. September wirksam werden.

Bei den Einzelwerten sorgt zudem Delivery Hero für Bewegung: Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen den Aktionären, das Übernahmeangebot von Uber anzunehmen. Die Annahmefrist läuft noch bis zum 5. November.

Für den weiteren Handelsverlauf dürfte entscheidend sein, ob sich die freundlicheren Vorgaben aus den USA und Asien gegen den Dämpfer durch Broadcom durchsetzen. Der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag rückt bereits jetzt als nächster großer Termin in den Fokus der Marktteilnehmer.

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