DAX: Comeback an der 25.000er-Marke
Hoffnungen auf Vermittlung im US-Iran-Konflikt drückten Energiepreise und stützten die Erholung des DAX bis zum Handelsschluss.

- DAX beendet Handel nahezu unverändert
- Index fiel zeitweise bis 25.000 Punkte
- Öl- und Gaspreise gaben nach
- US-Anlegerquote erreichte höchsten Stand seit Jahrtausendbeginn
Der Tag begann schwach, endete fast unverändert: Der DAX hat seine Verluste vom Dienstag nahezu komplett wettgemacht. Auslöser waren vage Hoffnungen auf eine Lösung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Zeitweise rutschte der Leitindex bis an die Marke von 25.000 Punkten.
Nahost-Gerüchte drehen die Stimmung
Am Nachmittag kippte die Lage. Im Markt kursierten Gerüchte über einen möglichen Kompromissvorschlag von Vermittlern aus Katar und Pakistan, der beiden Seiten gerecht werden soll. Konkrete Ergebnisse gibt es nicht, die Hoffnung allein reichte aber für Entspannung.
Das zeigte sich vor allem an den Rohstoffen: Öl- und Gaspreise gaben nach. Für die energieabhängige deutsche Wirtschaft ist das ein willkommener Impuls. Hinzu kam Rückenwind von der Wall Street, wo der Dow Jones zum europäischen Börsenschluss rund 0,9 Prozent zulegte und der Nasdaq 100 stabil blieb.
Zahlen zum Handelsschluss
Der DAX schloss mit einem Minus von 0,06 Prozent bei 25.304,42 Punkten. Am Nachmittag hatte er zwischenzeitlich sogar rund 0,3 Prozent im Plus gelegen. Technisch hielt er sich knapp über der 21-Tage-Linie, die für den kurzfristigen Trend als relevant gilt.
Der MDax verringerte sein Minus auf 0,40 Prozent und schloss bei 30.391,65 Punkten. Der EuroStoxx 50 ging mit einem Abschlag von 0,38 Prozent bei 6.121,66 Zählern aus dem Handel. In Zürich baute der SMI seine Gewinne aus, London verbuchte nur moderate Verluste.
Stimmung in den USA auf Rekordniveau
Ein Blick über den Atlantik liefert eine interessante Randnotiz. Laut der AAII-Umfrage lag die Aktienquote von US-Privatanlegern Ende September bei knapp 72 Prozent, dem höchsten Wert seit Beginn des Jahrtausends. Historisch gingen so hohe Quoten beim S&P 500 häufig mit eher verhaltenen Ertragsperspektiven einher.
Kurzfristig bleibt die 21-Tage-Linie die Orientierung: Hält sie, bleibt die Marke von 25.000 Punkten als Auffangzone im Hintergrund. Rutscht der DAX darunter, rückt genau diese Schwelle wieder in den Blick.
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