DAX Einigung in Sicht, Rekord in Reichweite

Fortschritte im Iran-Konflikt und Rekorde an US-Börsen treiben den DAX in Richtung seines Allzeithochs von 25.507 Punkten.

Die Kernpunkte:
  • US-Signale für Iran-Abkommen
  • DAX-Future steigt vorbörslich
  • Allzeithoch in greifbarer Nähe
  • Neue Sanktionen gegen Iran

Der Iran-Konflikt bleibt das bestimmende Thema für den deutschen Aktienmarkt — und die Nachrichten klingen an diesem Freitagmorgen konstruktiver als zuletzt.

US-Vizepräsident JD Vance signalisierte Fortschritte bei einer gemeinsamen Absichtserklärung mit dem Iran. Demnach könnte die seit April geltende Waffenruhe um 60 Tage verlängert, die Straße von Hormus wieder geöffnet und der Boden für Gespräche über das iranische Atomprogramm bereitet werden. Ob Donald Trump das Ganze absegnet, ist allerdings noch offen. Teheran dämpft die Erwartungen ebenfalls: Ein entsprechender Text liege noch nicht vor, hieß es aus iranischen Verhandlungskreisen.

Rückenwind aus Übersee

Die vorsichtige Hoffnung reicht offenbar aus, um die Märkte zu stützen. An der Wall Street kletterten S&P 500 und Nasdaq Composite gestern auf neue Rekordstände — gestützt auch von positiven Meldungen rund um Künstliche Intelligenz. In Tokio legte der Nikkei um 2,6 Prozent zu. Der DAX-Future notiert vorbörslich rund 0,35 Prozent im Plus bei etwa 25.180 Punkten.

Das klingt nach wenig — ist aber der nächste Schritt zurück in Richtung Allzeithoch. Dieses datiert auf den 13. Januar, als der DAX mit 25.507 Punkten einen Rekordstand markierte. Der Abstand beträgt damit gut 300 Punkte oder etwas mehr als ein Prozent.

Geopolitik bleibt der Taktgeber

Parallel zum Annäherungssignal erhöhen die USA den Druck: Neue Sanktionen zielen auf die iranische Schattenflotte, über die Teheran trotz bestehender Beschränkungen Öl exportieren soll. Der Ölpreis reagiert mit Abgaben — Brent notiert bei rund 92,67 Dollar je Barrel, WTI bei 87,76 Dollar.

Für den DAX gilt: Solange die diplomatischen Signale positiv bleiben, hat der Index Rückenwind. Ein konkretes Abkommen würde die Risikoprämie weiter abbauen. Scheitern die Verhandlungen oder eskaliert der Konflikt erneut, dürfte die Marke von 25.000 Punkten rasch wieder zur Belastungsprobe werden — wie bereits am gestrigen Donnerstag, als der Index zeitweise darunter rutschte.

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