DAX: Erleichterung, aber mit Haken
Der deutsche Leitindex legt deutlich zu, nachdem Trump ein Ende der Militäroperationen im Iran in Aussicht stellt. Die Erholung folgt auf einen schwachen März.

- DAX gewinnt knapp fünf Prozent seit Wochenbeginn
- Rohölpreis fällt unter wichtige Marke von 100 Dollar
- Rüstungswerte wie Rheinmetall führen die Gewinner an
- BASF als schwächster Wert im Index notiert
Trumps Ankündigung, die US-Militäroperationen im Iran in zwei bis drei Wochen beenden zu wollen, hat den deutschen Aktienmarkt heute kräftig angeschoben. Der DAX schloss mit einem Plus von 2,73 Prozent bei 23.298,89 Punkten — der zweite starke Handelstag in Folge. Seit Wochenbeginn hat der Index damit knapp fünf Prozent aufgeholt.
Was steckt hinter der Bewegung?
Der Treiber ist klar: sinkende Ölpreise. Rohöl der Sorte Brent fiel zwischenzeitlich unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar je Barrel — ein deutliches Signal für die Märkte. Weniger Öldruck bedeutet weniger Inflation, und damit sinken die Sorgen vor weiteren Zinserhöhungen durch die Notenbanken. Investoren, die im März noch die Reißleine gezogen hatten, kehren nun zurück.
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Der März war für den DAX ein schmerzhafter Monat: Rund zehn Prozent verlor der Index wegen des Nahostkriegs und der Ölpreisexplosion. Die aktuelle Erholung ist daher zunächst nichts weiter als eine Gegenbewegung.
Das Bild im Detail
Innerhalb des Index dominierten die Rüstungswerte das Geschehen. Rheinmetall legte nach einer positiven Studie von Goldman Sachs um 9,5 Prozent zu — die US-Bank sieht das Düsseldorfer Unternehmen als Nummer eins im europäischen Rüstungssektor. Gegenläufig entwickelte sich BASF als schwächster DAX-Wert mit einem Minus von 2,8 Prozent: Chemiewerte hatten im Kriegsumfeld von Knappheitsfantasien profitiert, die nun nachlassen.
Trumps Aussagen lassen allerdings Spielraum für Interpretationen. Er selbst widersprach sich bei der Frage, ob die für den Welthandel entscheidende Straße von Hormus im Zuge eines Kriegsendes freigegeben werden muss. Marktanalyst Andreas Lipkow von CMC Markets hält nach eigener Aussage alles für möglich — von einer diplomatischen Lösung bis zum Einsatz von Bodentruppen. Der Iran bezeichnete Trumps Aussage über einen erbetenen Waffenstillstand als „falsch und unbegründet“.
Die Erleichterungsrally preist damit ein Szenario ein, das noch keineswegs gesichert ist.
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